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| 15. Jahrestreffen in Bad Boll
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Reisebericht der
Cologne Division zum Jahrestreffen 2011 der Royal Stars Germany in Bad Boll! __
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Wir schreiben
das Jahr 2011. Ein Moped mit 2 Personen bahnt sich seinen Weg auf der A61. Der Himmel hat eine
grau-blau-schwarze Tarn-Tunika übergeworfen. Er will sich nicht zu früh in die
Karten schauen lassen. Der Weg ist das Ziel heisst es. Doch unser Ziel ist die
berühmte Grafschaft Holzheim. Königlich brummelt die Royal Star durch das
Grafschaftliche Gebiet, Blicke heischend durch die Menschenleeren Strassen.
Unser erstes Etappenziel ist erreicht: Mannos Grafschaftliche Residenz. Nach
einer persönlichen Führung und Besichtigung des beeindruckenden Mannoschen
Fuhrparkes und einem kurzen Abstecher im „Chrom-Shop“ versammelten sich die
beeindruckten Teilnehmer einige Häuser weiter beim CD-Urgestein Ulli Renninger.
Nach einem
lauten Hallo: Hallo Kalle, hallo Jürgen, hallo Ulli, hallo Arnold, hallo Manno,
hallo Heribert, Hallo an Alle Frauen, (ja isset jetz langsam jod?)
Wer kennt den
Spruch nicht, falsche Zähne die nicht beißen, Steißbein-Schmerz beim …. Sitzen, da benötigt man ein Kissen, hast du`s
nicht zur Hand, nimm Mannos weiches mit dem gelben Rand. Und in der Mitte flugs
gestemmt ein Loch, siehts aus wie`n Kloodeckel. Grins, lach, brüll…..
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Der Kalle mit
der schwulen Karre, fährt aufm Klodeckel durch die Lande.
Jüüüürgggen,
wat sachste? Also Kalle, dat jeht doch
nit! Doch, Leute, ich sitze sehr angenehm. Prust, prussst, lach brüll.. (Ich entschuldige mich an dieser Stelle in
aller Form bei (grins) Kalle, aber das konnte ich mir einfach nicht verkneifen.
Brüllll!
Doch bevor es
dann losging, schon die erste Panne: Die von Manno ausgewählte Königliche
zickte, sprang partout nicht an. Auch die flugs vom Chef-Mechaniker der CD
durchgeführte Fehleranalyse, angelehnt an die bewährte Praxis der indischen
Bordstein-Reparaturen, zeitigte zwar den Fehler, beunruhigte unseren Manno
jedoch derart, das er einem anderem Königlichen Geblüt aus seinem Rennstall,
den Vorzug gab. Nachdem die dienstbeflissenen Biker Kalle und Jürgen das Gepäck
umgeladen und fachmännisch befestigt hatten, (Ja isch han dat
fotografiert!) konnte es dann doch
losgehen. Die erste Gruppe preschte ab zur Tanke, die zweite kam dann kurze
Zeit später nach. (Kalle leuchtete weithin mit dem gelben ……)
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1. Tag
(Mittwoch) Anreise
Kaum auf der
A61 schnellte uns Stammtischsprecher wie vom Gummiband geschossen, kanonenkugelgleich davon. Wir konnten kaum Schritt halten. Mein Tacho schaute mich
verwundert an. Äh, Öh, über 140 km/h bisse doch noch nie mit mir …. Halts Mau… dachte ich bei mir, ich hab
anderes zu tun, muss Schritt halten.
Doch Manno
war nicht zu stoppen. Unaufhaltsam schoss er nach vorne, überholte LKWs, Pkws, Porsche, na ja, aber was war das? Ulli und
Heribert, die direkt dahinter fegten, ließen sich plötzlich zurück fallen, verweigerten
Manno die direkte Gefolgschaft. Aaaaah, mit angenehmen 100 – 110 km/h sahen wir
Manno in der Ferne davon toben.
Nach einer
Auftobahn-Parkplatz Rast, (Manno hatte sich schon sichtlich erholt –als wir
ankamen), ergab er sich brummelnd und ließ fortan Ulli als Tempobremser vorne
fahren. (Ich habe den heimlichen Verdacht, das Manno seinen königlichen Hengst
mördermäßig getunt hat)
So ging es
dann mit Ulli „zügig“ weiter, Kompliment Ulli, ich habe noch nie jemanden
gesehen, der so erbittert über eine so große Strecke hart an der Mittellinie
gefahren ist. Doch dann kam der erste große Stau. Vor uns einige andere Mopeds
die direkt auf den Standstreifen auswichen. Uuuuunnnnndd unser Ulli direkt
hinterher. Jau, Strike, zügig zogen wir mit bedauernden Blicken für die
Sehnsuchtsvoll Schauenden Stauenden, an der Kilometer langen Blechschlange
vorbei. Dann eine Abfahrt, wir mit alle Mann am Balken ran, dat is der wieße
Striefe rechts außen und geschickt nach links eingefädelt. Nur 3 Meter weiter stand
die Schmiere auf der äußersten linken Seite und tadelte gerade einen
Unglücklichen. Mit einem unverschämten Breitgrinsen im Gesicht zogen wir mit
Unschuldsminen locker dran vorbei.
Irgendwann
schmiss dann der Himmel seine Tarn-Tunika ab und zeigte uns ein unfreundliches
Grau in Grau. Wir fuhren die nächste Autobahnraststätte an und zogen unsere
Regenklamotten an. Ich hatte Probleme mit meinen Chaps, sodass Jürgen Hand
anlegte. (Hoffentlich hat da keiner ein Foto geschossen – grins) Es fing an zu
nieseln das sich langsam zu einem richtigen Regen steigerte.
Nach einem weiteren
Stau, den wir nach demselben erfolgreichen MOPED (MOtorrad – Praxis –
Erfolgs-Drive) bewältigten, (Standstreifen – Kür) fuhren wir dann ca. 90km vor Bad
Boll von der Autobahn runter.
Tanken für Alle, eine ältere Frau drückte sich mit angstvollem Gesicht
schnell in Ihr getanktes Auto – Sie hatte Heribert in seinem schwarzen Kaftan
mit schwarzer Sonnenbrille gesehen und natürlich Kalle auf seinem gelben
Klodeckel, (der jedoch einen sehr zufriedenen Eindruck machte - grins) einen
heißen Kaffee (an dem sich Karin die Finger kurz wärmen konnte) und ein kleiner
Snack / Zigarette auf den Bikes und weiter ging es Richtung Ziel.
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Und endlich,
gegen 16:45 Uhr trafen wir in Boll (das sein Bad erst vor einem Jahr verliehen
bekommen hatte) vor dem Hotel Seminaris ein. Heribert schwang sich im schwarzem
Kaftan selbstbewusst von seinem Moped, Kalle, tja, Ich könnt jetzt nen guten
Orthopäden gebrauchen, las ich in seinem Gesicht, aber wir waren angekommen.
Nicht ganz, Brigitte und ich fuhren in ein anderes Hotel, das wir nachträglich
für diese Nacht noch buchen konnten, Klamotten runter vom Moped, rauf ins
Zimmer, zurück zum Seminaris, Gemütliches Beisammensein, zum Übernachtungs-Hotel
zurück fahren, schlafen, frühstücken, Moped bepacken, zum Seminaris, abladen,
Zimmer beziehen, umziehen, und um 09:00 Uhr voll getankt mit der Karre vorm
Seminaris stehen. Wow!
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2. Tag
(Donnerstag) Ausflug zum Mercedes Benz
Museum
War das eine
Prozedur, als sich so viele Royalige in die Startpositionen vor der eigens für
das Jahrestreffen reservierten Tiefgarage quetschten. Meine Schläfe klopfte vor
die Helminnenseiten, so upjeräch wor ich. Meine bessere Hälfte schwang sich in
den Sattel, zog noch mal den Helmgurt nach, straffte die Vanucci Handschuhe und
dann ging es auch schon los.
Ein
angenehmes Kribbeln durchlief meinen Körper, als meine Dicke sich mit Gas ihren
Platz in der schier endlos wirkenden Kolonne sicherte. Das Wetter war trocken
und die Luft angenehm. Über die Landstrassen auf breite Bundesstrassen und schließlich
auf die Autobahn. War das eine lange Kolonne, es wurde abgesperrt, jede auch
noch so verdächtig aussehende Ein- oder Ausfahrt, wurde konsequent blockiert,
und dann yiipppieh, die erste rote Ampel, und noch eine und noch eine, war das
geil!!! Ausnahmezustand!!! Mit dieser
gewaltigen Kolonne auch gar nicht anders zu machen. Dann tauchte das
futuristisch aussehende Gebäude des Mercedes Benz Museums auf. In einer
eleganten Schleife näherten wir uns dem Gebäude von Osten – glaube ich.
Ein
geschniegelter Anweiser der Marke „Isch han eh kin Ahnung“ erwartete uns schon
auf dem Ankunftsplatz und versuchte die Meute von ca. 80 Bikes geordnet geparkt
zu bekommen, wobei er aber verzweifelt aufgab. Nach dem der Troß die
Eisenrösser geschickt in einem unnachahmlichen Muster abgestellt hatte, (alle
mit Hafer + Wasser versorgt waren – bis auf Kalles, der verstaute seinen gelben
Deckel - grins) konnte das Abenteuer
beginnen.
Rein in die
Halle, und erst mal howdie wow. War das eine (Halle) ja, was soll ich sagen,
das war schon Kunst. Eine freundliche Rezeptionistin fragte mich was das für Motorräder seien, kurze Erklärung auf japanisch und dann durfte
ich erst mal Eintrittsgeld abdrücken. Dann ging es zu einem weiteren Eintritt,
an dem man dann eine Blackbox mit Umhängegurt und Kopfhörern erhielt. Ich
schüttelte den schwarzen Kasten kräftig, aber es tat sich nichts. Erst als mir
die freundliche Stewadess, nein Stuwadess, nein Stuardess; ich glaube ja, einen
angespitzen Kunststoffgriffel in die zarten Hände drückte und bei mir einen
Knopf drückte (o la la) versuchte ich sofort mal Tic Tac To, aber nö, das war
auch falsch. Erschrecken Sie nicht, der Kasten spricht, wies mich die
inzwischen leicht erregte äh gereizte Stewadess ein. Kann ich den Kasten
behalten, wenn ich …. Sie gehen bitte da entlang zum Aufzug. Ich schaute mich
um, und schaute schnell wieder nach vorne, Also, jetzt ernsthaft:
Rein in den
Aufzug und ganz nach oben. Mann das war hoch, aber enttäuschend. Stand jede
Menge alter Plunder rum, aber das schärfste, wenn du den Kasten Richtung
Punktmarkierung schwenktest, (die meisten Objekte hatten eine Tafel mit einem
Sensorpunkt darauf), dann piepste der Kasten ganz freudig und ein kleiner
Bildschirm leuchtete auf. Ein Menue auch als Menü bekannt erschien. Ich drückte
mit meinen dicken Fingern voll drupp, aber nix passierte. Klar wenn man zwei
Menüpunkte gleichzeitig erwischt, ist der Kasten verwirrt. Also steilem Finger
von oben nach unten voll drupp, wieder
nix. Der Kasten war verschwenkt. Eine neben mir stehende Japanerin bemerkte
mein Dilemma und nach einer kurzen Konservierung äh Konversation konnte ich den
Gleitstrahl meines Kastens gezielt auf das Fadenkreuz des Sensors ausrichten.
Menü ausgewählt und der Kasten begann wie von Zauberhand los zu plappern. Von
Etage zu Etage wurden die ausgestellten Objekte interessanter. Was der gute
Daimler, der Benz und auch der Maybach da in den frühen der Anfänge so
anstellten, war schon phänomenal. Auch die Frau vom Benz tat kräftig mit und
fuhr als erste Frau ein Auto. Zwischen der vierten und dritten Etage musste ich
mal. Die Toilette war seltsam orange, auch das Styling war außergewöhnlich. Von
jeder Etage gab es gleich mehrere Möglichkeiten weiter zu gehen. Geschickt
wurde man in einer sanften Spirale tiefer und tiefer geführt. Jede Epoche hatte
ihre Highlights, beeindruckt blieb ich vor einem fahrenden österreichischen
Postamt stehen. Ein riesiger Postbus, mit eingebauten Fernsprechzellen, die von
außen begehbar waren, zwei kompletten Postschaltern, und das Ungetüm konnte
noch einen Anhänger für bis zu 25 Personen dranhängen.
Klar der Silberpfeil, der SSK, der große Ausgehwagen der Kaiser von
Deutschland und Japan und jede Menge Rennsieger präsentierten sich in
tadellosem fast neuwertigem Zustand.
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Manno drückte
sich verdächtig andächtig mehrfach an einigen mächtigen aufgehängten Flugzeugmotoren rum. Was ihm da wohl
durch den Kopf ging? Boss Hoss auf Rolls Royal?
Aber auch die
menschlichen Schicksale der Geschichtsgiganten wurden ansatzweise erzählt. Da
flog mir schon mal das Blech wech. Endlich schafften wir die Parterre und es
wurde sehr warm. Ich fragte die Königin des Tresens woher die Wärme käme?
Heizungsschläuche in den Betonwänden vergossen, aber im Winter könne man hier
auch locker frieren. Ein Holländer hätte das ganze entworfen und auch gebaut.
Aaaahh, daher die orangenen Klohäuschen. Wir kennen doch unsere Oranjes! Ich kam ins Gespräch und erfuhr, dass hier
nie mehr wie 1.200 Personen rein durften. Denn genau diese Menge an Menschen
könnte man innerhalb von 4 – 5 Minuten aus dem Gebäude evakuieren. Nach einer
guten Stärkung bestaunten Jürgen und ich das Joystick Auto und den
Solardach-Van, bevor wir uns dann selber aus dem Gebäude evakuierten.
Leute, da
gibt es soviel zu sehen, so viele Eindrücke und Staunenswertes, wer noch nicht
da war, sollte sich das ruhig mal antun. Ist wirklich empfehlenswert. Übrigens,
die Haltegurte der schwarzen Kästen, die darfste behalten. Klar, sind ja dann auch
jebraucht. Dann hieß es
alle zur Treppe und Gruppenfoto.
Die Freude
war groß, als endlich alle Ihre Royal Stars anließen und wir in verschiedenen
Gruppen a´20 sagen wir mal, noch eine schöne geführte Etappe durch das Ländle
fuhren. Unser Guide hatte eine
schnellere Gangart, so dass wir die Gruppe vor uns einholten. In unserer Gruppe
war schön Bewegung. Ständig scherten die Bikes nach links und rechts aus um
unsere Gruppe gegen Querstrassen abzusichern. Dadurch rückte man relativ
schnell nach ganz vorne um dann ein paar Minuten sich wieder ganz hinten am
Ende der Gruppe wieder zu finden.
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Endlich
erreichten wir unser zweites Tagesziele. Den Yamaha Motorcorner. Wir trudelten
als letzte ein und suchten uns unterhalb des Geschäftes seitlich noch einige
Nischen in den Parktaschen. Der ganze Bereich um den Motorcorner war übersäht
mit Royal Stars. Ich schätze mal mind. 80 Stück. Welch ein imposanter Anblick.
Jürgen hatte direkt neben mir rückwärts mit seitlichem Gefälle eingeparkt. Es
war sehr warm und es zog uns in die Verkaufhallen. Überraschung: Triumph,
Suzuki, Yamaha und Geländemaschinen, alles war vorhanden. Die Temperaturen in
den Verkaufräumen waren kaum zu ertragen, nichts wie nach draußen. Mindestens 3
Gruppen saßen spachtelnd an den langen Biertischen. Eine Schülergruppe hatte
für den guten Zweck Maultaschen hergestellt und verteilte diese an die
hungrigen Biker der Royal Stars Germany. Kartoffelsalat und Kaffee und Kuchen
gab es ebenso. In Null Komma nichts war alles verkauft und aufgegessen. Jürgen,
Brigitte und ich schlenderten im Anschluss alle Bikes von oben nach unten ab.
Bei jeder Royaligen blieben wir mal kürzer mal länger stehen und stellten
schnell fest, dass es wirklich keine zwei gleichen Maschinen gab. Der
Einfallsreichtum und die originellen Vorstellungen der Besitzer fand kein Ende.
Ein Bike
hatte es Jürgen angetan. Eine mächtige Fanfare die per E-Motor angetrieben
wurde, wollte gekitzelt werden. Der Besitzer war einverstanden und entfernte
sich freiwillig von seinem Bike. Jürgen ließ es richtig heulen, welch ein
Heuler. Dann tauchten 3 verwildlederte Trikes auf. Hochpipes und Chrom, welch
ein Auftritt. Wir bestaunten diese Wildtiere aus der freien Wildbahn mit ihren
mächtigen Sicherheitsbügeln die in Erdnähe das werfen des Bremsankers
erleichtern sollten. Vor allem ein
Trike stach klar hervor. Seitlich gab es einen Tigerkäfig für Taifun, einem
kleinem Streichholzschachtelhund, der die verwundbare Flanke des Trikers
sicherte. Eine Sozia schaffte es, den Triker der aussah wie der Trapper mit der
Glatze aus Old Shatterhand dessen deutscher Name mir leider nicht einfällt,
dazu zu bewegen, Sie mal hintendrauf mit zunehmen. Er fuhr rauf und runter
während Sie Taifun vor Begeisterung am Schwanz durch die Gegen schwenkte und
dieser schließlich einen Abgang wie das Eichhörnchen in ICE AGE 1 machte. Jau,
die Frau hatte es drauf.
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Schließlich
ertönte von weit her ein Ruf. Ganze Rotte sitz auf! Die flachen Waschbrettbäuche
in die viel zu knappen Bikerjacken gepresst, die Schultern fest nach hinten
gezogen, die Nase schnuppernd in den Wind gehalten, dann war es klar, die
Rücktour zum Hotel stand an. Aufgeregt wackelten die Vergaserblöcke der Royal
Stars mit ihren Schwimmernadeln und dann ging es los. Eine Gruppe nach der
anderen zog Gashahn verliebt auf die Strecke, der Weg war das Ziel.
Nach einer
unbeschreiblichen Fahrt durch die Schwäbische Alb mit einer traumhaften Natur
die das Herz gerne festhalten möchte und die das Auge doch wieder loslässt,
gelangten wir schließlich nach Boll, das sein Bad vor einem Jahr…. Ihr erinnert Euch erhalten hat, gegen
Nachmittag im Seminaris Hotel wieder an. Das Prospekt sagt dazu: das Seminaris
liegt im Stauferland, am Fuße der Schwäbischen Alb. Punkt.
Und an diesem Fuße der Schwäbischen Alb gab es dann ein großes Hallo,
denn inzwischen waren etliche des Kölner Stammtisches angereist. Die Ausflügler
schlichen müde aber glücklich durch die
große moderne Empfangshalle des Hotels. Das 254 Bettenhaus war vollständig von
den Royal Stars Germany gebucht worden und präsentierte sich modern, mit
Treppenführender Galerie, und Empore auf der man einen schönen Überblick über
die Halle hatte. Die große mehrere Meter hohe Eingangsfront war gänzlich aus
Glas und erlaubte nicht nur einen massiven Lichteinfall in den Empfangsraum
sondern auch einen weiten Blick auf den Vorplatz, auf dem etliche Royalige
geparkt oder gerade entladen wurden. Es herrschte ein reges Treiben.
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Die 2 räumlich
getrennten Aufzugssysteme wurden intensiv genutzt und beförderten pausenlos
Biker und Anhang sowie Gepäck auf die 4 verschiedenen Etagen.
Im Foyer
standen links an der Wand 2 umgebaute Maschinen und rechts, ja was war denn
das: Eine Royal Star, kein Zweifel, in einer tollen Lackierung Mehrfarbig, ohne
Lederkoffer und Halterungen, komplett umgestylt. Später erfuhr ich dann, dass
dieses schöne Prachtstück Tommy Blank vom Clubartikelverkauf gehörte. (Tommy,
feines Maschinchen!!!!!!!)
Endlich im
Zimmer hieß es erst mal entspannen, duschen und brettfett fein machen für den
ersten gemeinsamen Abend. Etwas aufgeregt gingen Brigitte und ich dann in den
großen Speiseraum, in dem ein großes Büfett aufgebaut war. Schnell war ein
Tisch mit bekannten Gesichtern gefunden. Nach einem guten und reichlichen
Abendessen ging es dann zum gemütlichen Teil über. Über offene Terrassentüren
gelangten Bikerin und Biker auf den großen Terrassenteil der Hotelanlage. Flugs
wurden einige Tische zusammen geschoben, Finger eingeklemmt, Taschen gequetscht
und Zigarettenschachteln neu sortiert, aber dann fanden alle ihren Platz.
Alte, über
die Jahre gewachsene Bekanntschaften zahlreicher Jahrestreffen wurden erneut
bestätigt. Und so wurden immer wieder mal Plätze an unserem Tisch frei. Da dies
Brigitte und mein erstes Jahrestreffen waren, kamen wir nur zu einem Resultat:
Ehn jroß Familisch. Herrlisch! Doch auch der schönste Abend sollte irgendwann
zu Ende gehen, gerade wenn es schon nach Mitternacht ist und am nächsten Tag
ein nettes Türchen mit über 200 km ansteht. Gute Nacht, ja gute Nacht…. Schnarch – schnarch –
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3. Tag
(Freitag) Tagestour durch das Lautertal,
Wimsener Höhle und Burg Lichtenstein.
Brischitt, wo
sin min Söck? Jeder Tag beginnt mit einem vernünftigen Frühstück. Also ab in
den Kumpelkasten und aus dem 3. Stock abgeseilt. Kaum us de Dür, verwunderte
Blicke, mir ston he mitten in der Bar, nä, nä, also die Wanderkarte usjepack
und mit nem Kompass die Richtung angepeilt. Na bitte geht doch.
Der Duft von
frischen Brötchen und Kaffee schwabberte durch den Raum, hier sin mer Zuhuss
(jetz fählt nur noch die Ussicht up de Dom J. En Schlach Rührei up den Deller, Kies,
in paar Brütche und Hallo, guten Morgen, Morgen, nicken, bis dat de mal ans
kauen küst, dat dauert. Kandy sitzt mümmelnd am Tisch, ich schüttele die
Kaffekanne, verdächtig leicht, Denkblos: Dä Kerl süfft ever verdammt fill vun
där schwaze Bröh. Brigitte kommt mit Töpfchen, Marmelade ihr Nasen, und
vollbringt Ihre Meisterarbeit bis das dass Brötchen aber auch so was von exakt
geschnitten, bestrichen und belegt ist, nach der 4 Tasse Kaffee fang ich
langsam an zu dampfen.
Aufhören
schreit mein Herz, schütten grunzt der Schlund, das Schwitzen siegt.
09:10 Uhr,
draußen ist die Hölle los. Eine Maschine nach der anderen röhrt und brummt aus
der Tiefgarage, versucht einen Platz in der 2 reihigen Blechschlange zu finden.
Die Jungs mit den roten und grünen Leibchen leuchten weithin. Rot ist Guide,
grün ist Schlusslicht, letzter, jans am End. Es sind einfach zu viele, also
wieder Jruppenbildung. Eins, zwei, drei, vier, fünf, Irgendwas irritiert mich
in der Menge der Maschinen, aaahhhh, Kalles schwule Moped steht da so einfach
unschuldig am rechten Rand als wenn so gar kein Wässerchen trüben könnte. Jetzt
kommt aber doch Bewegung in die Masse. Gruppe eins schafft es wie auf ein
unsichtbares Kommando loszufahren. Gruppe 2 stellt sich auf, und alles an
Kalles Moped vorbei.
Gruppe drei
formiert sich, plötzlich ist Jürgen mit seiner Royaligen neben Kalle, ich
direkt dahinter. Klar, wir werden in der dritten Gruppe mitmischen. Brigitte
sitzt auf, nein diesmal strafft Sie nicht die Vanucci Handschuhe sondern
fingert an der Digi Kamera rum, plötzlich höre ich nur ein Klick, Klöng, plong,
und ein och nee Scheisse.
Mit den
zarten Fingern mal eben den Batterieverschlußdeckel geschickt geöffnet, so dass
die zwei Mignonbatterien sich direkt in die Freiheit begeben konnten.
Das Kommando
es geht los erfolgt. Geschickt positionieren sich die Maschinen im versetzen 2
Reihenmuster und donnern wenig später auf der schönen Ausfahrtstrasse von Bad
Boll. Es geht durch herrliche Täler, die wie gemalt erscheinen, Berge werden
über herrlich steile und gewundene Straßen auf die Anhöhen bezwungen. Die
Belohnung folgt auf dem Trittbrett. Ein Panaroma unglaublich, Fernsicht
geschätzte 30 – 40 km, habe ich so auch noch nicht gesehen. In mir steigt
langsam der Verdacht auf: Dat Schwäbisch Alpine is richtisch schön.
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Wieder so ein
Moment, in dem mir eines meiner selbst geschriebenen Gedichte einfällt: (Da
müsster jetzt dursch )
„Welch
seltsam Geschick, ich in dir erblick, welch rührend Gefühl, in dieser
fleissigen Mühl, kanns noch gar nicht fassen, möchte auch nicht von ihm lassen,
doch tränkt schon die Ahnung all, das er entschwindet wie der Schall, so kehrt
er wohl nie mehr zurück, das was bekannt als der Augenblick.“
Auf dieser
Tour habe ich ein neues Ritual entwickelt. Ich mache meinen Blick ganz weich,
atme aus und kräftig wieder ein, wobei ich mir vorstelle, die Landschaft
einzusaugen. Das weitet ungemein!
So geweitet
schaffte ich es dann gerade noch auf einen staubigen Parkplatz in einem Tal,
irgendwo hinter Münsingen, vor dem Fahrziel Marbacher Gestüt rein zu fahren. Mit
Bedacht zirkelte ich mein Dickschiff auf dem staubigen Untergrund und schloss
zu den vor mir parkenden 150 anderen Maschinen auf. 20 Minuten Pause wurden
angekündigt.Langsam
schlenderte ich umher, meine Frau suchend und kam dann bei meinem Bike an.
Nach einigen
Minuten standen wir um Joachims Bike herum. Er machte ein sorgenvolles Gesicht.
Ich schaute auf den Boden und sah gerade, wie sein Bike ungeniert pinkelte. Wat
war denn dat? Äh, willste dat nit mal weg machen? Dat Bike hat zuviel Druck auf
der Leitung, waren einige natürlich gut gemeinte Kommentare. Doch ernsthaft,
irgendetwas stimmte nicht. Joachim hatte mich vor Abfahrt schon auf einige
Tropfen am Boden unter seinem Bike aufmerksam gemacht. Schnell bildete sich
eine Gruppe von ernsthaft bemühten Ahnungslosen und fachsimpelten drauf los.
Schließlich nahm Achim V. aus H. das ganze in seine bewährten Hände.
Sitz runterholen, Bordwerkzeug raus und schauen.
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Das Bike
sprang zwar an, ging aber wieder direkt aus. Viele Versuche, Vergaser leer
laufen lassen, durch Unterdruck eine vielleicht klemmende Schwimmernadel wieder
lösen, fruchteten alles nicht. Die Tourenguides hatten inzwischen 3 Gruppen
wieder auf die Reise geschickt. Wir
verzögerten unsere Abfahrt, bis das Chris vorschlug, den Versorgungswagen der
Sponsorbikerwerkstatt Motorcorner anzurufen.
Solidarisch
blieben 3 tapfere nämlich Chris und Thomas mit Ele, bei Joachim und Dagmar, wobei
Joachim sichtlich geschockt wirkte. Wir anderen ließen uns den Spaß nicht
weiter verderben (böser Joachim) und fuhren endlich als letzte Gruppe weiter.
Als letzte
Gruppe kamen wir dann auch nach einer Fortsetzung der herrlich landschaftlichen
Tour an der Wimsener Höhle an.
Parkplatz
technisch ebneten wir uns einen Weg auf einer Wiese. Es war heiß, also
Klamotten vom Leib und notdürftig in die Taschen verstaut, trotteten Brigitte, Kalle,
Jürgen und ich r ...konnten kaum
Schritt halten. , hallo Heribert, Hallo an Alle Frauen,orfen. Er will sich
nicht zu früh in die Karten schauen lassen.1 , musste ich malauf den
Höhleneingang zu. Da nur eine kleine Gruppe von Leuten in die Höhle durfte, war
der Rückstau zu groß. Also direkt auf die andere Seite, wo das Restaurant sind
befand. Getränke bestellen und das kühle prickelnde den trockenen Schlund
hinunter laufen lassen. Aufbruch. Während sich die meisten schon wieder in
Richtung Parkplatz bewegten, bestellte sich Uta noch einen Capuccino. Sie
bewahrte die Ruhe und trank Ihr heißes Getränk in Ruhe aus. Kurz bezahlen und
dann brachen auch wir Richtung Parkplatz „Wiese“ auf.
Lautes Motorengeknatter erfüllte schon die Luft, als wir uns erst noch
alle Klamotten zusammen suchten. Die ersten Gruppen waren schon auf und davon,
als wir uns mit unseren dicken Bikes wie die Kaninchen hoppelnd vom Acker
(Wiese) machten, in Richtung eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der
Schwäbischen Alb „Schloss Lichtenstein“.
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Graf Wilhelm
von Württemberg, Herzog von Urach und Neffe des Württembergischen Königs
empfing uns zwar nicht persönlich vor dem grobsandigen Gräflichen Parkplatz,
(konnte er ja auch nicht, da er dieses Bauwerk 1840/1841 im romanischen Stil
erbauen ließ), aber dafür war noch mal alle Aufmerksamkeit beim parken der
mächtigen Royaligen gefordert. Steigung mit Schräge, quer zum Gefälle rückwärts
auf grobsandigem weißem Untergrund, Jau, Prüfung bestanden. Der Bock stand, nur
die Schräglage verursachte ein kurzes Bedenken.
Dichtes
Gedränge, besetzte Bänke also ab ins Forsthaus. Vorzügliche Bedienung und dann
gab es ein herrliches Essen. Leckere Kässpätzle, bin ich verrückt nach. Nach
der Bezahlung schlenderten Brigitte und ich noch zum Schloss. Märchenhaft und
mittelalterlich lag es trotz seiner Jugend da und bot mit seinen vielen kleinen
und größeren Türmchen einen verträumten Anblick. Wo war Rapunzel, die sonst ihr
kilometerlanges blondes Haar herunterließ.
Suchend
blickten meine Augen die Turmfenster ab, und blieben an einer grünen Parka Jacke
hängen. Achim kam schlendernd Richtung Schlossausgang. Nein, das war auf keinen
Fall Rapunzel.
Der Ausflug
näherte sich seinem Ende. Die erste Gruppe ließ schon die Mopeds an, als
Brigitte und ich und einige andere vertrauten Gesichter dem gräflichen
Parkplatz zuströmten. War das ein Gewusel. Rote Standartenhemdchen nach vorne,
jeröne janz nach hinge. Ich hatte noch Zeit und postierte mich einige Meter unterhalb
der Ausfahrt. So konnte ich einige Schnappschüsse der 3 losdonnernden Gruppen
machen, die mit ihren Royaligen die gräflichen Gefilde laut röhrend verließen.
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Aufmerksam
schob ich meine Kiste in Fahrtposition, es gab Kuddelmuddel. In dieser Gruppe
oder in der letzten? Verschiedene vertraute Helme befanden sich schon in
Fahrtrichtung, andere winkten ab und gaben letzte Gruppe zu verstehen. Tja, und
dann stehste eingekeilt und küs nimie vor un zurück. Wat soll dat, fragte ich
mich und winkte meine bessere Hälfte heran.
Schließlich
donnerten auch wir vom Parkplatz mit dem langsamsten Tourenguide von Allen. Die
letzte Gruppe holte uns relativ schnell ein. Aber was für eine herrliche
Rückstrecke wieder über die Schwäbische Alb mit seinen schönen Bergrücken und
seinen wundervollen Tälern bis nach Bad Boll. Etwas müde (Höchstgeschwindigkeit
war 48 km/h) aber mit einem Rucksack von tausend erlebten Eindrücken parkten
wir unsere Bikes in die Tiefgarage des Seminaris Hotels. Abendessen
drinnen und draußen, einen Extra Grill, lecker und schön präsentierte sich das
Buffet. Clubartikelverkauf auf dem ersten Stock. Ein ganzer Raum voll mit
Begehrlichkeiten unseres neuen Clubartikelverwalters Tommy und seiner Partnerin
Melle sowie Tommys Schwester, die selber eine RS fährt. Wer konnte da
widerstehen? Klar gab es von Donnerstag bis Samstag einen offenen Shop und so
wurden auch wohl die meisten der 200 RSG Mitglieder und Ihre Partner fündig.
Und doch
sollte es an diesem Abend noch mal richtig spannend werden. Gegen 20:30 Uhr
versammelten sich alle Mitglieder der Royal Stars Germany im Plenar- und
Bankettsaal des Seminaris Hotels zur Jahreshauptversammlung. Der Vizepräsident
Alf Geisert begrüßte uns alle. Nach einigen warmen Worten und der Vorstellung
der Tagesordnungspunkte begann der Vize mit seinem Bericht über die plötzliche
und unerwartete Abdankung unseres ehemaligen Präses Heinz Kugelmeier. Die anschließende
Entlastung des alten Präsidiums durch die Mitglieder ging nicht ohne eine sich
langsam steigernde hitzige Diskussion über die Personen und Themenschwerpunkte
vonstatten. Durch einen hervorragenden rhetorischen Kunstgriff gelang es dem
Vize dann doch, ein Abstimmungsergebnis zugunsten einer Entlastung des alten
Vorstandes zu erzielen. Mit dieser Entlastung des alten Vorstandes stellte der
bisherige Kassenprüfer Manfred Geissel sein Amt zur Verfügung.
Nächster
Tagungspunkt war die Abstimmung einer notwendig gewordenen Satzungsänderung der
RSG, die in verschiedenen Punkten erweitert bzw. angepasst werden musste. Auch
dieses wurde durch den Vizepräsidenten Alf Geisert in überzeugender Klarheit
vorgetragen und schließlich durch die Mitglieder beschlossen.
Der absolute
Höhepunkt des Abends war die Wahl des neuen Präses der Royal Stars Germany.
Einziger Kandidat und Präseserfahren war unser Kölner Stammtisch-Mitglied und
Webmaster der Cologne Division Chris Wölki. Mit
überragender Mehrheit wurde Chris Wölki zum neuen Präsidenten der RSG gewählt.
In meinem
Kopf hat sich aber was ganz anderes abgespielt. Jetzt stand
die Wahl des neuen Kassenprüfers an. Doch erst nach einer fordernden
aufrüttelnden Rede des Vize hob ich meinen linken Arm hoch und stellt mich als
Kandidat für das Amt des Kassenprüfers zur Verfügung.
Als mit der
Wahl der Provinzstadt Düsseldorf zur Landeshauptstadt von NRW die Weltstadt
Köln übergangen wurde, jab dat in Kölle einen echten Schock. Dat ham ma lange
nit überwunden. Doch plötzlich erjab sich die Chance, 20% der Düsseldorfer
Stadtwerke zu kaufen, wat der Stadtwerke Konzern Köln uch jedon hätt. Der OB
von Düsseldorf war zu dem Zeitpunkt in Urlaub. Dä kom widder und hät en ne
Tobsuchtsanfall jekräje. Dat hät fast en ne Bürjerkrieg jejovve. Parlamentäre
up beide Sicke joven ihr bestes. Eines schönen Morgjens ich lur in dat Intranet
der Rheinenergie, riev ich mir die Ouge, der neue Vertriebsvorstand der
Rheinenergie wor vürher in Düsseldorf Geschäftsführer bei den Stadtwerken
gewesen. Do wor ich platt. Dat wor die Wiederjutmachung. Un wie mir dat su
durch de Kopp jing, do fiel et mir wie Schuppen von de Ougen, en Düsseldorfer
is der neue Präses bei den RSG, do musste doch dajejen halten, flugs de Ärm
huhjerissen und kurze Zick später wor ich Kassenprüfer. (Wat mät dä
eijentlisch?)
Jetzt stand
noch die Abstimmung der Wahlperiode auf 2 Jahre für das Präsidium an, die aber
nach gründlicher Darlegung auch von den Mitgliedern beschlossen wurde. Für mich gab
es noch einige spannende Gespräche mit meinem Vorgänger, dem amtierenden
Kassenwart, dem Vize und unserem neuen Präses sowie dem Tommy vom
Clubartikelverkauf. Von jetzt auf gleich in die Welt des Präsidiums, das war
schon spannend. Nach diesem
Spannungsgeladenen Abend gingen die meisten der Mitglieder mit ihren Partnern
zum gemütlichen Teil über. Irgendwann
weit nach Mitternacht fanden Brigitte und ich dann auch den Weg ins
Hotelzimmer.
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4. Tag
(Samstag) Obere Roggenmühle, Ulmer Marktplatz und Versammlung Teil 2
Die Nacht war
viel zu kurz, aber es half alles nichts. Die Tripple Bs (Bad Bollschen
Brötchen) wollten verdrückt werden. Diesmal waren wir sogar recht früh dran,
oder die anderen spät, wie man`s sieht. Nach einigen Kannen Kaffee pumpten
meine Drüsen die erforderlichen Enzyme in den Blutkreislauf und ich kam in
Wallung. Klar, die Geschehnisse des Vorabends waren Thema und flugs verging die
Zeit. Da ich schon am Tag zuvor den Tiger bis zum Anschlag in den Tank gepresst
hatte, fuhr ich gemächlich aus der Tiefgarage und stellte mich ganz weit hinten
an. In Gruppe 5,
das waren die letzten Husaren, ging es dann mit Tornado Sound aus Bad Boll
heraus Richtung Göppingen. Die Schwaben haben es mit dem Ingen, Heiningen,
Eislingen, Göppingen, schon mal aufgefallen? Aber was für eine herrliche
Landschaft, durch das Stauferland mit seinen 3 Kaiserbergen die da heißen
Hohenstaufen – Rechberg – Stuifen fuhren wir bergauf bergab durch einfach
unbeschreiblich schöne Landschaften bis hinunter ins Eybach Tal bei Geislingen
(wo die sieben Geiseln wohnen) Doch irgendetwas irritierte mich total. Etwas
war anders als sonst. Ich grübelte und grübelte und plötzlich sah ich es mit
meinen eigenen Augen. Ein strahlender Jo-Akim mit einer Triumph Praline und wat
der Kerl strahlte.
Eine Triumph
mitten unter all den Royaligen. Das muss man erst mal verkraften. Und davor
strahlte seine bessere Hälfte auf dem herrlischen Räkelkissen fum Hannes Jöbel.
Dat is doch ens en Nummer.
Unsere Gruppe
Namber Veiv zirkelte eine enge Rechtskurvige Einfahrt auf den bereits völlig
überfüllten Parkplatz. Nach einigen Andockversuchen konnte ich meine Maschine
endlich abstellen. Und es war richtig schön warm. Also los, runter vom Bock, alles schnell verstaut und nach vorne
getrabt, zum Eingang der Oberen Roggenmühle.
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Hier tummelte
sich alles, was auf 2 Rädern unterwegs war. Jetzt hieß es, die staubige Kehle etwas anfeuchten. Alles war
auf rustikal gemacht, einige Bierbuden und irgendwo gab es auch ein paar
Snacks. Einige merkwürdige Hütten standen abseits. Ein paar Biker gingen in die
Richtung und ich trottete brav hinterher. Wurde direkt belohnt. Ein
Hängebauchschwein, schwarz wie die Nacht schnüffelte am Boden rum. Doch ich
rieb mir die Augen, was war denn das? Am Rücken trug das Hängebauchschwein eine
Kutte der Royal Stars Germany, davor ein Biker auf dem Boden liegend und
fotografierend. Zum Grunzen schön.
Nur 15 Meter
weiter, ja was war denn das? Ein mittelalterliches Zeltdorf, mit Frauen Männern
und Kindern in Gewändern der Epoche. Zwei Gestalten erregten meine
Aufmerksamkeit. Der eine schmal der andere war Bruder Tuck aus Robin Hood nur
viel jünger, vielleicht der jüngere Bruder? Schwerter, hilflos fuchtelten die
beiden damit herum und versuchten eine abgestimmte Kampfsequenz zum Besten zu
geben, was aber gründlich misslang, da jeder woanders hinhaute, was natürlich
nicht hinhaute. Nur wenige Minuten später hatte ich Bruder Tuck Juniors Schwert
in der Hand und ließ es gekonnt einige Achten als Schwerthiebe ausführen.
Sofort Geschrei, mein Gott die Kinder, die sollen das nicht sehen! Missmutig
gab ich den Kartoffelspieß wieder an Bruder Tuck jun.., durfte zur Belohnung
mal seinen umfunktionierten Schweißerhandschuh mit verzierten Blechlamellen
ausprobieren. Schlendernd
und hustend schaute ich mir das Innenleben der Zelte an, um dann aber doch nach
Rauch stinkend das Weite zu suchen. Irgendwo
entdeckte ich dann auch Brigitte und vereinigte mich (nicht was Ihr wieder
denkt) mit ihr, indem wir gemeinsam aus Ihrer Flasche Wasser tranken.
Massenbewegung
in Richtung Parkplatz, das kann nur eins bedeuten. Und richtig, Aufbruch zum
Großen, Ganz Großen Ereignis des Tages. Sammelpunkt war eine Raststätte auf der
A8, wo sich mal eben fast 150 Bikes in Fünferlinien nebeneinander aufstellten.
Da staunten die Truckfahrer nicht schlecht, geblendet von dem ganzen Chrom und
der königlichen Ausstrahlung unserer Bikes. Aber die gemeinsame Abfahrt
verzögerte sich dann doch noch, bis endlich die eingetroffene Kavallerie in
Blau verteilt Aufstellung nahm und das Zeichen zur Losfahrt in mehreren Gruppen
nach Ulm, gab.
Das war ein gewaltiger Auftritt, endlos donnerten die Maschinen über die
Autobahn um dann auf der Bundesstrasse Richtung Ulm in einem Konvoi ohne grosse
Absperrung in die Innenstadt zu fahren.
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Dort waren
dann allerdings die wichtigsten Zufahrtsstrassen für uns gesperrt worden, so
dass wir Gruppe für Gruppe auf den ansonsten für Verkehr gesperrten Ulmer
Marktplatz eintrudelten. Es ging vorbei am historischen Ulmer Rathaus direkt
auf den Marktplatz, der inzwischen gefüllt mit Royal Stars war. Die Sonne
meinte es gut mit uns und spendete ihr intensives Sonnenlicht. Wie in jedem
Jahr sucht der einladende Gastgeber Stammtisch für das Jahrestreffen eine
wohltätige Organisation aus, die dann die gesammelten Spenden der Royal Stars
Germany überreicht bekommen. In diesem Jahr spendete der Yamaha Händler
Motorcorner eine Unfall Royal Star, die dann durch den Stammtisch der Schwaben
Cruiser zerlegt und deren Einzelteile in Deutschland innerhalb der Royal Stars
Germany versteigert wurden. Eine Schule beteiligte sich mit selbst gemachten
Maultaschen, Kartoffelsalat und Kaffee und Kuchen sowie eines selbst
durchgeführten Verkaufes mit Ihrem Erlös an den Spendeneinnahmen. Zusätzlich
kamen noch freiwillige Spenden aus den Reihen der RSG hinzu.
Nach einer
guten Viertelstunde fand dann nach einer kurzen Ansprache durch den Stammtischsprecher
der Schwabencruiser, die feierliche Übergabe des Spendenschecks von über
4.000,-¤ an den Leiter des Ulmer Herzkinder e.V., statt.
Tief gerührt nahm der Leiter der Ulmer Herzkinder e.V. den Scheck
entgegen und erklärte kurz die Notwendigkeit der sportlichen Unterstützung von
herzkranken Kindern und deren positiven Resultate.
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Wow, das
mussten wir dann erstmal sacken lassen. Kurze Zeit später hieß es noch
Aufstellung zu einem Gruppenfoto und dann wurden wir für eine Stunde in die
Stadt an der Donau entlassen, die mit dem gotischen Münster, den höchsten
Kirchturm mit 161,53 Metern in der Welt hat. Dies hatte schon weltliche
Ausmaße. Ulm hat die älteste Stadtverfassung in Deutschland und eine wirklich
alte und sehenswerte Altstadt. Schiefe Häuser und Hotels im Fischerviertel, in
denen sich die Holzbalken durch die Jahrhunderte durchgebogen haben, aber
standhaft weigern, einfach einzuknicken. Ulm hatte auch die meisten
Kuttenträger in seiner Altstadt, wenigstens an diesem Samstag. Und was keiner
glaubt: Hat Ulm eine Pyramide? Aber ja, wie folgendes Foto zeigt.
Ein kleines
Kanalsystem das mit den gebogenen Brücken darüber ein wenig an Venedig
erinnert, untermalte das mittelalterliche Flair. Und dann gehste durch ein Tor der Stadtmauer
und stehst plötzlich vor der Donau. Welch ein Kontrast. Lecker Essen
kann man in Ulm auch und Eis und Kaffee und Kuchen eben alles, was ein
Bikerherz nach einer solchen Herzenssache braucht.
Und dann war
es langsam so weit. Der vereinbarte Zeitpunkt zum Aufsitzen der ganzen Rotte,
rückte unaufhaltsam
näher.
Eine Gruppe
nach der anderen verließ in gewohnter Fahrformation den Ulmer Marktplatz. Und
Gruppe Veiv? Natürlisch Extratürchen. Chris hatte sich kurzerhand entschieden,
mit Navi einen direkten Weg zurück zum Hotel zu suchen, während sich die
anderen Gruppen Naturheischend in das Alpine Gebiet verkrümelten, brachen wir
als letzte Gruppe mit fast allen Stammtischlern auf.
Und wir haben
es nicht bereut. Thomas fand eine prima Strecke zurück. Plötzlich tat sich ein
Tal vor uns auf. Ein schmales Asphaltband schlängelte sich in der Sonne wie ein
kleines Flüsschen durch eine weite Gras und Wiesenlandschaft, die von den
Bergen flankiert war. Thomas hatte die Privatstrecke des Motorradgottes
entdeckt. Es gab keinen Zweifel mehr. Gott fuhr in seiner Freizeit Motorrad. Sanft
schwenkend fuhr die ganze Gruppe mit gemächlichem Tempo voll entzückt dieses
Asphaltband entlang. Jeder dachte wohl dasselbe: Hier möchte ich gerne noch mal
zurück.
Aufwachen,
Leute, wir kommen gerade in Bad Bollerwagen an. Natürlich waren wir mit die
ersten und alle nutzten den Zeitvorsprung, um sich nach Abstellen, ablegen und
hinsetzen ein paar erwachsene Bierchen zu genehmigen. Dass sich das Hotel nach
und nach mit den eintreffenden Gruppen füllte, registrierte ich nur noch am
Rande. Die Bierchen taten ihre Wirkung und nur wenige Zentimeter über dem Boden
schwebend, bewegte ich mich auf mein Zimmer zu.
Arnold, du
musst aufstehen, es ist schon fünf vor Sieben. Ich war voll weggeratzt und
sprang aus dem Bett. Duschen, anziehen und dann begleitete ich meine
verständnisvolle Frau nach unten zum Buffet.
Dort empfing
mich schon Chris. Hast du schon gegessen? Nein! Wie lange brauchst du fürs
Essen? Na ja, für den Nachtisch 4 Minuten, gut und jetzt komm. Krisensitzung
des gesamten Präsidiums. So kriselten
wir bis 20:35Uhr. Gegen 20:30 Uhr noch mal großes Treffen im Plenar- und
Bankettsaal aller Mitglieder. Richtig, wir überzogen um 5 Minuten.
Schließlich
füllte sich der große Raum mit allen Mitgliedern. Doch diesmal waren auch Gäste
da. Der Leiter des Ulmer Herzkinder e.V. wie auch die Macher vom Yamaha
Motorcorner. Nach einer schönen Ansprache unseres neuen Präses und
Begleitworten des Vizes startete eine Versteigerung von selbst gemalten Bildern
mit verschiedenen Royal Stars Motiven. Der Künstler war kein geringerer als
unser neuer Präses Chris Wölki himself. Die Versteigerung wurde durchgeführt
vom erfahrenen Auktionator Gichtl, vom Stammtisch der Bavarian Cruiser. Welch
ein Ereignis. Gekonnt trieb Gichtl die Preise in die Höhe, überbrückte
Besinnungs- und Sammlungsphasen mit Heiterkeit und fand schließlich für alle
Bilder einen Abnehmer zu einem guten Preis. Als Zugabe wurden noch einige
begehrte Ersatzteile versteigert, die bis auf ein Teil auch Abnehmer fanden.
Zufrieden übergab der Auktionator das Mikro an unseren neuen Präses.
Der Sprecher
des Schwabencruiser Stammtisches erhielt das Mikro und hielt noch mal eine
kleine Rede zur Spende an den Ulmer Herzkinder e.V. Der eingeladene Leiter
revanchierte sich, indem er sich seinerseits in einer rührenden Dankesrede für
die Spende und die Aufmerksamkeit der Bikerinnen und Biker der Royal Stars Germany,
herzlich bedankte.
Aber auch die
Unterstützung der Mannschaft des Motorcorners erhielt Lob und Dank für die
tolle Unterstützung. Ein eigens kurzfristig beschafftes rotes T-Shirt für den
Sohnemann vom Geschäftsführer des Motorcorners wurde feierlich überreicht.
Dann gab es
noch zwei außergewöhnliche Ehrungen. Unser neuer Präses ernannte 2 ältere
Mitglieder, die entweder aufgrund des Alters oder/und aus gesundheitlichen
Gründen selber nicht mehr aktiv fuhren. Ein Mitglied wurde in Abwesenheit der
zweite Anwesend zum Ehrenmitglied der Royal Stars Germany ernannt. Mit Tränen
in den Augen nahm das Mitglied die Ehrung entgegen.
Die Schwabencruiser
hatten noch einen besonderen Wunsch: Ein weißes T-Shirt wurde rumgereicht, auf
dem alle Mitglieder mit Ihrem Namen unterschreiben sollten. Das Mitglied befand
sich im Krankenhaus und sah seiner Genesung entgegen.
Doch noch
sollte ein weiterer Höhepunkt kommen. Der Stammtisch der Kradstaffel Anhalt präsentierte das ausstehende Jahrestreffen
2012 im Harz. Nach einer gelungenen Präsentation, die äußerst humorvoll
vorgetragen wurde und den Saal sichtlich heiter amüsierte, endete der Abend mit
einem begeisternden Applaus für die Organisatoren. Der ganze Schwabencruiser
Stammtisch nebst Frauen, die einzeln aufgerufen wurden und Blumensträuße als
Dankeschön für Ihr tolles Engagement erhielten, wurde schließlich unter
minutenlangen Applaus begeistert gefeiert.
Bis spät in
die Nacht wurde getrunken und verzällt und der Abschluss eines gelungenen Jahrestreffens,
gebührlich gefeiert.
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5. Tag
(Sonntag) Verabschiedung und Rückreise
Abreisetag
ist immer auch mit Abschied verbunden. Aber zuvor gab es ein gutes Frühstück.
Wir waren besonders früh aufgestanden, um auch das Gepäck rechtzeitig gepackt
zu bekommen. Nach dem Frühstückchen ging es zur Rezeptionistin, die in Bad
Bollscher Manier die Rechnung mit wenigen Tastendrücken aufs Papier zauberte.
Nachdem die Rechnung bezahlt war, sollte es losgehen. Aber ich verstrickte mich
noch in Einzelgesprächen mit dem Kassenwart und dem Präsidium. Alleine die
Verabschiedung von allen vertrauten und auch neuen Gesichtern, ließ die
Uhrzeiger noch weiter rotieren.
Entgegen der
ursprünglich geplanten Rückreise über den Highway mit den anderen unseres
Stammtisches, hatten sich Jürgen, Brigitte und ich entschieden, die Rückreise nur über
Land- und Bundesstraßen zu absolvieren.
Dank meiner
Verzögerungen kamen unsere beiden Mopeds ein letztes Mal aus den tiefen der
Tiefgarage bollernd heraus, um sich einen guten Absprungsplatz für die
Heimreise zu sichern. Es standen nur noch vereinzelte Mopeds am Straßenrand,
das Gro war bereits aufgebrochen. Plötzlich fiel mein Blick auf den Randstein,
da lag doch glatt eine der beiden Mignon Batterien, die Tags zuvor durch
Brigittes gekonntes Öffnungsmanöver ins Freie entlassen worden waren. Wenige
Minuten später ging es auf die Heimreise mit Jürgen. Nach einer
wunderschönen Bundes- und Landstrassenfahrt mit kurzem T-Shirt und Kutte
:-) verträumten kleinen Dörfchen und
einem atemberaubenden Landschaftspanorama, konnten wir einen kleinen Imbiss in
einer indonesischen Schmuddelbude mit der Überschrift "Pizzeria"
einnehmen. Entlang der deutschen Alleenstrasse war es dann passiert:
Sonnenbrand beide Arme exakt bis zur T-Shirt Ärmelgrenze, (wie vom Tätowierer
gezeichnet)
Flugs die
Ärmel der Regenjacke abgemacht und als Sonnenschutz-Stulpen übergezogen. Brigitte
hielt dann von hinten straff. So haben wir den Rhein erreicht. Als Jürgen
plötzlich sein Reißen im Rücken kriegte, fuhr er rechts ran. Regenklamotten
angezogen, und weiter. Nur 10 Minuten später blitzte und donnerte es. Brigitte
wäre einmal fast vom Moped gefallen, so hat es überraschend geknallt. Dann
Powerregen wie Hagel. Von dort sind wir dann nach Koblenz. Hans hat wohl geduscht,
denn plötzlich ging es richtig ab. Wir hätten Schwimmflügelchen gebrauchen
können. Jürgens Navi lotse uns dann in eine Nebenstrasse, auf einen
Schotterpfad in den Wald. Doch auch diese Piste haben wir gemeistert und kamen
wieder auf eine Landstrasse. Nach dem Brigitte und ich ein Bus mit mehreren
Wellenartigen Wassermassen von links vollständig eingedeckt hatten, waren wir
nicht mehr nur nass. In Bonn haben
wir uns dann tapfer durch den Stau und die Wassermassen die vom Himmel kamen, weiter
durchgekämpft. Ab diesem Zeitpunkt war es uns egal und wir witzelten nur noch
über die Nässe. Die A59 war
fast zu, langsam durchgequält bis zur A3, dann haben sich Jürgens und unser Weg
an der Abfahrt Köln-Dellbrück getrennt.
Wir sind gut
angekommen. Kaum vor der Haustüre, die nächste Überraschung. Der Zuweg zur
Haustüre wurde gerade neu gemacht, alles überflutet. Auch im Keller gab es
etwas Wasser.
War das ein
tolles und aufregendes Jahrestreffen 2011 in Bad Boll gewesen. Die
Erinnerungen werden noch lange nachklingen.
Euer Arnold ( de inzije wahre kölner jung )
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Das heutige Kölsche ist historisch aus einer andauernden Vermischung
und Überlagerung unterschiedlicher Sprachströmungen entstanden, sicher
ist das eine Ursache für seinen Formenreichtum. Kölns zweitausendjährige
Position als Handelsmetropole, die Öffnung zum damaligen Umland und
Eingemeindungen der letzten zweihundert Jahre haben unterschiedliche
Sprachen zusammengebracht, die zum Teil heute noch nachwirken, so dass
Formen nebeneinander existieren, benutzt und verstanden werden, ohne
noch einer bestimmten Herkunft innerhalb des jetzigen Stadtgebietes
zugeordnet zu werden, wiewohl das in Einzelfällen möglich ist.
So kann man treppab als „de Trebb_eraf“ „de Trepp (e)runder“ „de Trepp
(e)runger“ gehen und mit „de Trap (e)rop“ wie „de Trebb_erop“ wieder
nach oben steigen ( wer will misch de trepp rungerschmidde?) und „Ming Moped, Ding Moped“ genauso gut wie „mi Moped,
di Moped“ sagen (mein Motorrad, Dein Motorrad). Man beachte, daß trotz der gleichen Schreibung bei zweien im zweiten
Fall, die Aussprache der kölschen Wörter so erheblich von der der
deutschen Wörter abweicht, daß sie von einem Unkundigen kaum einander
zuzuordnen sind. Dat is ooch juut so, da köma wat verzälle und der andere verstääht nu Bahnhof !
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| Ein Düsseldorfer geht am Rhein in Köln spazieren und sieht nen
Kölner weinend vor seinem verbeulten Toyota stehen. Sagt der
Düsseldorfer zu dem Kölner: "Wat weinste denn so?" Antwortet der Kölner :
" Mein auto hat soviele Beulen und ich krieg et nit över de Tüv"! Sagt
der Düsseldorfer:" Mensch sei doch net blöd, du musst doch nur in den
Auspuff pusten, so fest wie du kannst, dann gehen die Beulen ratzfatz
rauß." "Toll" sagt der Kölner"dat probier jetzt aus", und fängt an in
den Auspuff zu pusten. Der Düsseldorfer denkt sich:" wat für ein Idiot"
und geht weiter. Kommt ein Polizist vorbei und sagt : " Wat machst du
denn da?" Sagt der Kölner: " Ich puste in meinen Auspuff dann gehen die
Beulen rauss"! Sagt der Poliszist: "Bist du blöd, Kerl, dann kann nicht
funktioniern, du hast doch dat Schiebedach noch auf!"
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