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15. Jahrestreffen in Bad Boll

                        Reisebericht der Cologne Division zum Jahrestreffen 2011 der Royal Stars Germany in Bad Boll!               __

 


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Wir schreiben das Jahr 2011. Ein Moped mit 2 Personen bahnt sich seinen Weg auf der A61. Der Himmel hat eine grau-blau-schwarze Tarn-Tunika übergeworfen. Er will sich nicht zu früh in die Karten schauen lassen. Der Weg ist das Ziel heisst es. Doch unser Ziel ist die berühmte Grafschaft Holzheim. Königlich brummelt die Royal Star durch das Grafschaftliche Gebiet, Blicke heischend durch die Menschenleeren Strassen. Unser erstes Etappenziel ist erreicht: Mannos Grafschaftliche Residenz. Nach einer persönlichen Führung und Besichtigung des beeindruckenden Mannoschen Fuhrparkes und einem kurzen Abstecher im „Chrom-Shop“ versammelten sich die beeindruckten Teilnehmer einige Häuser weiter beim CD-Urgestein Ulli Renninger.

Nach einem lauten Hallo: Hallo Kalle, hallo Jürgen, hallo Ulli, hallo Arnold, hallo Manno, hallo Heribert, Hallo an Alle Frauen, (ja isset jetz langsam jod?)

Wer kennt den Spruch nicht, falsche Zähne die nicht beißen, Steißbein-Schmerz beim …. Sitzen, da benötigt man ein Kissen, hast du`s nicht zur Hand, nimm Mannos weiches mit dem gelben Rand. Und in der Mitte flugs gestemmt ein Loch, siehts aus wie`n Kloodeckel. Grins, lach, brüll…..

Der Kalle mit der schwulen Karre, fährt aufm Klodeckel durch die Lande.

Jüüüürgggen, wat sachste? Also Kalle, dat jeht doch nit! Doch, Leute, ich sitze sehr angenehm. Prust, prussst, lach brüll.. (Ich entschuldige mich an dieser Stelle in aller Form bei (grins) Kalle, aber das konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Brüllll!

Doch bevor es dann losging, schon die erste Panne: Die von Manno ausgewählte Königliche zickte, sprang partout nicht an. Auch die flugs vom Chef-Mechaniker der CD durchgeführte Fehleranalyse, angelehnt an die bewährte Praxis der indischen Bordstein-Reparaturen, zeitigte zwar den Fehler, beunruhigte unseren Manno jedoch derart, das er einem anderem Königlichen Geblüt aus seinem Rennstall, den Vorzug gab. Nachdem die dienstbeflissenen Biker Kalle und Jürgen das Gepäck umgeladen und fachmännisch befestigt hatten, (Ja isch han dat fotografiert!) konnte es dann doch losgehen. Die erste Gruppe preschte ab zur Tanke, die zweite kam dann kurze Zeit später nach. (Kalle leuchtete weithin mit dem gelben ……)

1. Tag (Mittwoch) Anreise

 

Kaum auf der A61 schnellte uns Stammtischsprecher wie vom Gummiband geschossen, kanonenkugelgleich davon. Wir konnten kaum Schritt halten. Mein Tacho schaute mich verwundert an. Äh, Öh, über 140 km/h bisse doch noch nie mit mir …. Halts Mau… dachte ich bei mir, ich hab anderes zu tun, muss Schritt halten.

Doch Manno war nicht zu stoppen. Unaufhaltsam schoss er nach vorne, überholte LKWs,  Pkws, Porsche, na ja, aber was war das? Ulli und Heribert, die direkt dahinter fegten, ließen sich plötzlich zurück fallen, verweigerten Manno die direkte Gefolgschaft. Aaaaah, mit angenehmen 100 – 110 km/h sahen wir Manno in der Ferne davon toben.

Nach einer Auftobahn-Parkplatz Rast, (Manno hatte sich schon sichtlich erholt –als wir ankamen), ergab er sich brummelnd und ließ fortan Ulli als Tempobremser vorne fahren. (Ich habe den heimlichen Verdacht, das Manno seinen königlichen Hengst mördermäßig getunt hat)

So ging es dann mit Ulli „zügig“ weiter, Kompliment Ulli, ich habe noch nie jemanden gesehen, der so erbittert über eine so große Strecke hart an der Mittellinie gefahren ist. Doch dann kam der erste große Stau. Vor uns einige andere Mopeds die direkt auf den Standstreifen auswichen. Uuuuunnnnndd unser Ulli direkt hinterher. Jau, Strike, zügig zogen wir mit bedauernden Blicken für die Sehnsuchtsvoll Schauenden Stauenden, an der Kilometer langen Blechschlange vorbei. Dann eine Abfahrt, wir mit alle Mann am Balken ran, dat is der wieße Striefe rechts außen und geschickt nach links eingefädelt. Nur 3 Meter weiter stand die Schmiere auf der äußersten linken Seite und tadelte gerade einen Unglücklichen. Mit einem unverschämten Breitgrinsen im Gesicht zogen wir mit Unschuldsminen locker dran vorbei.

Irgendwann schmiss dann der Himmel seine Tarn-Tunika ab und zeigte uns ein unfreundliches Grau in Grau. Wir fuhren die nächste Autobahnraststätte an und zogen unsere Regenklamotten an. Ich hatte Probleme mit meinen Chaps, sodass Jürgen Hand anlegte. (Hoffentlich hat da keiner ein Foto geschossen – grins) Es fing an zu nieseln das sich langsam zu einem richtigen Regen steigerte.

Nach einem weiteren Stau, den wir nach demselben erfolgreichen MOPED (MOtorrad – Praxis – Erfolgs-Drive) bewältigten, (Standstreifen – Kür) fuhren wir dann ca. 90km vor Bad Boll von der Autobahn runter.

Tanken für Alle, eine ältere Frau drückte sich mit angstvollem Gesicht schnell in Ihr getanktes Auto – Sie hatte Heribert in seinem schwarzen Kaftan mit schwarzer Sonnenbrille gesehen und natürlich Kalle auf seinem gelben Klodeckel, (der jedoch einen sehr zufriedenen Eindruck machte - grins) einen heißen Kaffee (an dem sich Karin die Finger kurz wärmen konnte) und ein kleiner Snack / Zigarette auf den Bikes und weiter ging es Richtung Ziel.

Und endlich, gegen 16:45 Uhr trafen wir in Boll (das sein Bad erst vor einem Jahr verliehen bekommen hatte) vor dem Hotel Seminaris ein. Heribert schwang sich im schwarzem Kaftan selbstbewusst von seinem Moped, Kalle, tja, Ich könnt jetzt nen guten Orthopäden gebrauchen, las ich in seinem Gesicht, aber wir waren angekommen. Nicht ganz, Brigitte und ich fuhren in ein anderes Hotel, das wir nachträglich für diese Nacht noch buchen konnten, Klamotten runter vom Moped, rauf ins Zimmer, zurück zum Seminaris, Gemütliches Beisammensein, zum Übernachtungs-Hotel zurück fahren, schlafen, frühstücken, Moped bepacken, zum Seminaris, abladen, Zimmer beziehen, umziehen, und um 09:00 Uhr voll getankt mit der Karre vorm Seminaris stehen. Wow!  

2. Tag (Donnerstag) Ausflug zum Mercedes Benz Museum

 

War das eine Prozedur, als sich so viele Royalige in die Startpositionen vor der eigens für das Jahrestreffen reservierten Tiefgarage quetschten. Meine Schläfe klopfte vor die Helminnenseiten, so upjeräch wor ich. Meine bessere Hälfte schwang sich in den Sattel, zog noch mal den Helmgurt nach, straffte die Vanucci Handschuhe und dann ging es auch schon los.

Ein angenehmes Kribbeln durchlief meinen Körper, als meine Dicke sich mit Gas ihren Platz in der schier endlos wirkenden Kolonne sicherte. Das Wetter war trocken und die Luft angenehm. Über die Landstrassen auf breite Bundesstrassen und schließlich auf die Autobahn. War das eine lange Kolonne, es wurde abgesperrt, jede auch noch so verdächtig aussehende Ein- oder Ausfahrt, wurde konsequent blockiert, und dann yiipppieh, die erste rote Ampel, und noch eine und noch eine, war das geil!!! Ausnahmezustand!!!  Mit dieser gewaltigen Kolonne auch gar nicht anders zu machen. Dann tauchte das futuristisch aussehende Gebäude des Mercedes Benz Museums auf. In einer eleganten Schleife näherten wir uns dem Gebäude von Osten – glaube ich.

Ein geschniegelter Anweiser der Marke „Isch han eh kin Ahnung“ erwartete uns schon auf dem Ankunftsplatz und versuchte die Meute von ca. 80 Bikes geordnet geparkt zu bekommen, wobei er aber verzweifelt aufgab. Nach dem der Troß die Eisenrösser geschickt in einem unnachahmlichen Muster abgestellt hatte, (alle mit Hafer + Wasser versorgt waren – bis auf Kalles, der verstaute seinen gelben Deckel - grins) konnte das Abenteuer beginnen.

 

Rein in die Halle, und erst mal howdie wow. War das eine (Halle) ja, was soll ich sagen, das war schon Kunst. Eine freundliche Rezeptionistin  fragte mich was das für Motorräder seien, kurze Erklärung auf japanisch und dann durfte ich erst mal Eintrittsgeld abdrücken. Dann ging es zu einem weiteren Eintritt, an dem man dann eine Blackbox mit Umhängegurt und Kopfhörern erhielt. Ich schüttelte den schwarzen Kasten kräftig, aber es tat sich nichts. Erst als mir die freundliche Stewadess, nein Stuwadess, nein Stuardess; ich glaube ja, einen angespitzen Kunststoffgriffel in die zarten Hände drückte und bei mir einen Knopf drückte (o la la) versuchte ich sofort mal Tic Tac To, aber nö, das war auch falsch. Erschrecken Sie nicht, der Kasten spricht, wies mich die inzwischen leicht erregte äh gereizte Stewadess ein. Kann ich den Kasten behalten, wenn ich …. Sie gehen bitte da entlang zum Aufzug. Ich schaute mich um, und schaute schnell wieder nach vorne, Also, jetzt ernsthaft:

Rein in den Aufzug und ganz nach oben. Mann das war hoch, aber enttäuschend. Stand jede Menge alter Plunder rum, aber das schärfste, wenn du den Kasten Richtung Punktmarkierung schwenktest, (die meisten Objekte hatten eine Tafel mit einem Sensorpunkt darauf), dann piepste der Kasten ganz freudig und ein kleiner Bildschirm leuchtete auf. Ein Menue auch als Menü bekannt erschien. Ich drückte mit meinen dicken Fingern voll drupp, aber nix passierte. Klar wenn man zwei Menüpunkte gleichzeitig erwischt, ist der Kasten verwirrt. Also steilem Finger von oben nach unten voll drupp, wieder nix. Der Kasten war verschwenkt. Eine neben mir stehende Japanerin bemerkte mein Dilemma und nach einer kurzen Konservierung äh Konversation konnte ich den Gleitstrahl meines Kastens gezielt auf das Fadenkreuz des Sensors ausrichten. Menü ausgewählt und der Kasten begann wie von Zauberhand los zu plappern. Von Etage zu Etage wurden die ausgestellten Objekte interessanter. Was der gute Daimler, der Benz und auch der Maybach da in den frühen der Anfänge so anstellten, war schon phänomenal. Auch die Frau vom Benz tat kräftig mit und fuhr als erste Frau ein Auto. Zwischen der vierten und dritten Etage musste ich mal. Die Toilette war seltsam orange, auch das Styling war außergewöhnlich. Von jeder Etage gab es gleich mehrere Möglichkeiten weiter zu gehen. Geschickt wurde man in einer sanften Spirale tiefer und tiefer geführt. Jede Epoche hatte ihre Highlights, beeindruckt blieb ich vor einem fahrenden österreichischen Postamt stehen. Ein riesiger Postbus, mit eingebauten Fernsprechzellen, die von außen begehbar waren, zwei kompletten Postschaltern, und das Ungetüm konnte noch einen Anhänger für bis zu 25 Personen dranhängen.

Klar der Silberpfeil, der SSK, der große Ausgehwagen der Kaiser von Deutschland und Japan und jede Menge Rennsieger präsentierten sich in tadellosem fast neuwertigem Zustand.
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Manno drückte sich verdächtig andächtig mehrfach an einigen mächtigen aufgehängten Flugzeugmotoren rum. Was ihm da wohl durch den Kopf ging? Boss Hoss auf Rolls Royal?

Aber auch die menschlichen Schicksale der Geschichtsgiganten wurden ansatzweise erzählt. Da flog mir schon mal das Blech wech. Endlich schafften wir die Parterre und es wurde sehr warm. Ich fragte die Königin des Tresens woher die Wärme käme? Heizungsschläuche in den Betonwänden vergossen, aber im Winter könne man hier auch locker frieren. Ein Holländer hätte das ganze entworfen und auch gebaut. Aaaahh, daher die orangenen Klohäuschen. Wir kennen doch unsere Oranjes! Ich kam ins Gespräch und erfuhr, dass hier nie mehr wie 1.200 Personen rein durften. Denn genau diese Menge an Menschen könnte man innerhalb von 4 – 5 Minuten aus dem Gebäude evakuieren. Nach einer guten Stärkung bestaunten Jürgen und ich das Joystick Auto und den Solardach-Van, bevor wir uns dann selber aus dem Gebäude evakuierten.

Leute, da gibt es soviel zu sehen, so viele Eindrücke und Staunenswertes, wer noch nicht da war, sollte sich das ruhig mal antun. Ist wirklich empfehlenswert. Übrigens, die Haltegurte der schwarzen Kästen, die darfste behalten. Klar, sind ja dann auch jebraucht. Dann hieß es alle zur Treppe und Gruppenfoto.

Die Freude war groß, als endlich alle Ihre Royal Stars anließen und wir in verschiedenen Gruppen a´20 sagen wir mal, noch eine schöne geführte Etappe durch das Ländle fuhren.  Unser Guide hatte eine schnellere Gangart, so dass wir die Gruppe vor uns einholten. In unserer Gruppe war schön Bewegung. Ständig scherten die Bikes nach links und rechts aus um unsere Gruppe gegen Querstrassen abzusichern. Dadurch rückte man relativ schnell nach ganz vorne um dann ein paar Minuten sich wieder ganz hinten am Ende der Gruppe wieder zu finden.

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Endlich erreichten wir unser zweites Tagesziele. Den Yamaha Motorcorner. Wir trudelten als letzte ein und suchten uns unterhalb des Geschäftes seitlich noch einige Nischen in den Parktaschen. Der ganze Bereich um den Motorcorner war übersäht mit Royal Stars. Ich schätze mal mind. 80 Stück. Welch ein imposanter Anblick. Jürgen hatte direkt neben mir rückwärts mit seitlichem Gefälle eingeparkt. Es war sehr warm und es zog uns in die Verkaufhallen. Überraschung: Triumph, Suzuki, Yamaha und Geländemaschinen, alles war vorhanden. Die Temperaturen in den Verkaufräumen waren kaum zu ertragen, nichts wie nach draußen. Mindestens 3 Gruppen saßen spachtelnd an den langen Biertischen. Eine Schülergruppe hatte für den guten Zweck Maultaschen hergestellt und verteilte diese an die hungrigen Biker der Royal Stars Germany. Kartoffelsalat und Kaffee und Kuchen gab es ebenso. In Null Komma nichts war alles verkauft und aufgegessen.

 

Jürgen, Brigitte und ich schlenderten im Anschluss alle Bikes von oben nach unten ab. Bei jeder Royaligen blieben wir mal kürzer mal länger stehen und stellten schnell fest, dass es wirklich keine zwei gleichen Maschinen gab. Der Einfallsreichtum und die originellen Vorstellungen der Besitzer fand kein Ende.

 

Ein Bike hatte es Jürgen angetan. Eine mächtige Fanfare die per E-Motor angetrieben wurde, wollte gekitzelt werden. Der Besitzer war einverstanden und entfernte sich freiwillig von seinem Bike. Jürgen ließ es richtig heulen, welch ein Heuler. Dann tauchten 3 verwildlederte Trikes auf. Hochpipes und Chrom, welch ein Auftritt. Wir bestaunten diese Wildtiere aus der freien Wildbahn mit ihren mächtigen Sicherheitsbügeln die in Erdnähe das werfen des Bremsankers erleichtern sollten.

 

Vor allem ein Trike stach klar hervor. Seitlich gab es einen Tigerkäfig für Taifun, einem kleinem Streichholzschachtelhund, der die verwundbare Flanke des Trikers sicherte. Eine Sozia schaffte es, den Triker der aussah wie der Trapper mit der Glatze aus Old Shatterhand dessen deutscher Name mir leider nicht einfällt, dazu zu bewegen, Sie mal hintendrauf mit zunehmen. Er fuhr rauf und runter während Sie Taifun vor Begeisterung am Schwanz durch die Gegen schwenkte und dieser schließlich einen Abgang wie das Eichhörnchen in ICE AGE 1 machte. Jau, die Frau hatte es drauf.

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Schließlich ertönte von weit her ein Ruf. Ganze Rotte sitz auf! Die flachen Waschbrettbäuche in die viel zu knappen Bikerjacken gepresst, die Schultern fest nach hinten gezogen, die Nase schnuppernd in den Wind gehalten, dann war es klar, die Rücktour zum Hotel stand an. Aufgeregt wackelten die Vergaserblöcke der Royal Stars mit ihren Schwimmernadeln und dann ging es los. Eine Gruppe nach der anderen zog Gashahn verliebt auf die Strecke, der Weg war das Ziel.

Nach einer unbeschreiblichen Fahrt durch die Schwäbische Alb mit einer traumhaften Natur die das Herz gerne festhalten möchte und die das Auge doch wieder loslässt, gelangten wir schließlich nach Boll, das sein Bad vor einem Jahr…. Ihr erinnert Euch erhalten hat, gegen Nachmittag im Seminaris Hotel wieder an. Das Prospekt sagt dazu: das Seminaris liegt im Stauferland, am Fuße der Schwäbischen Alb. Punkt.

 

Und an diesem Fuße der Schwäbischen Alb gab es dann ein großes Hallo, denn inzwischen waren etliche des Kölner Stammtisches angereist. Die Ausflügler schlichen müde aber glücklich durch die große moderne Empfangshalle des Hotels. Das 254 Bettenhaus war vollständig von den Royal Stars Germany gebucht worden und präsentierte sich modern, mit Treppenführender Galerie, und Empore auf der man einen schönen Überblick über die Halle hatte. Die große mehrere Meter hohe Eingangsfront war gänzlich aus Glas und erlaubte nicht nur einen massiven Lichteinfall in den Empfangsraum sondern auch einen weiten Blick auf den Vorplatz, auf dem etliche Royalige geparkt oder gerade entladen wurden. Es herrschte ein reges Treiben.
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Die 2 räumlich getrennten Aufzugssysteme wurden intensiv genutzt und beförderten pausenlos Biker und Anhang sowie Gepäck auf die 4 verschiedenen Etagen.

Im Foyer standen links an der Wand 2 umgebaute Maschinen und rechts, ja was war denn das: Eine Royal Star, kein Zweifel, in einer tollen Lackierung Mehrfarbig, ohne Lederkoffer und Halterungen, komplett umgestylt. Später erfuhr ich dann, dass dieses schöne Prachtstück Tommy Blank vom Clubartikelverkauf gehörte. (Tommy, feines Maschinchen!!!!!!!)

Endlich im Zimmer hieß es erst mal entspannen, duschen und brettfett fein machen für den ersten gemeinsamen Abend. Etwas aufgeregt gingen Brigitte und ich dann in den großen Speiseraum, in dem ein großes Büfett aufgebaut war. Schnell war ein Tisch mit bekannten Gesichtern gefunden. Nach einem guten und reichlichen Abendessen ging es dann zum gemütlichen Teil über. Über offene Terrassentüren gelangten Bikerin und Biker auf den großen Terrassenteil der Hotelanlage. Flugs wurden einige Tische zusammen geschoben, Finger eingeklemmt, Taschen gequetscht und Zigarettenschachteln neu sortiert, aber dann fanden alle ihren Platz.

 

Alte, über die Jahre gewachsene Bekanntschaften zahlreicher Jahrestreffen wurden erneut bestätigt. Und so wurden immer wieder mal Plätze an unserem Tisch frei. Da dies Brigitte und mein erstes Jahrestreffen waren, kamen wir nur zu einem Resultat: Ehn jroß Familisch. Herrlisch! Doch auch der schönste Abend sollte irgendwann zu Ende gehen, gerade wenn es schon nach Mitternacht ist und am nächsten Tag ein nettes Türchen mit über 200 km ansteht. Gute Nacht, ja gute Nacht…. Schnarch – schnarch –

3. Tag (Freitag) Tagestour durch das Lautertal, Wimsener Höhle und Burg Lichtenstein.  

 

Brischitt, wo sin min Söck? Jeder Tag beginnt mit einem vernünftigen Frühstück. Also ab in den Kumpelkasten und aus dem 3. Stock abgeseilt. Kaum us de Dür, verwunderte Blicke, mir ston he mitten in der Bar, nä, nä, also die Wanderkarte usjepack und mit nem Kompass die Richtung angepeilt. Na bitte geht doch.

Der Duft von frischen Brötchen und Kaffee schwabberte durch den Raum, hier sin mer Zuhuss (jetz fählt nur noch die Ussicht up de Dom J. En Schlach Rührei up den Deller, Kies, in paar Brütche und Hallo, guten Morgen, Morgen, nicken, bis dat de mal ans kauen küst, dat dauert. Kandy sitzt mümmelnd am Tisch, ich schüttele die Kaffekanne, verdächtig leicht, Denkblos: Dä Kerl süfft ever verdammt fill vun där schwaze Bröh. Brigitte kommt mit Töpfchen, Marmelade ihr Nasen, und vollbringt Ihre Meisterarbeit bis das dass Brötchen aber auch so was von exakt geschnitten, bestrichen und belegt ist, nach der 4 Tasse Kaffee fang ich langsam an zu dampfen.

Aufhören schreit mein Herz, schütten grunzt der Schlund, das Schwitzen siegt.

 

09:10 Uhr, draußen ist die Hölle los. Eine Maschine nach der anderen röhrt und brummt aus der Tiefgarage, versucht einen Platz in der 2 reihigen Blechschlange zu finden. Die Jungs mit den roten und grünen Leibchen leuchten weithin. Rot ist Guide, grün ist Schlusslicht, letzter, jans am End. Es sind einfach zu viele, also wieder Jruppenbildung. Eins, zwei, drei, vier, fünf, Irgendwas irritiert mich in der Menge der Maschinen, aaahhhh, Kalles schwule Moped steht da so einfach unschuldig am rechten Rand als wenn so gar kein Wässerchen trüben könnte. Jetzt kommt aber doch Bewegung in die Masse. Gruppe eins schafft es wie auf ein unsichtbares Kommando loszufahren. Gruppe 2 stellt sich auf, und alles an Kalles Moped vorbei.

Gruppe drei formiert sich, plötzlich ist Jürgen mit seiner Royaligen neben Kalle, ich direkt dahinter. Klar, wir werden in der dritten Gruppe mitmischen. Brigitte sitzt auf, nein diesmal strafft Sie nicht die Vanucci Handschuhe sondern fingert an der Digi Kamera rum, plötzlich höre ich nur ein Klick, Klöng, plong, und ein och nee Scheisse.

Mit den zarten Fingern mal eben den Batterieverschlußdeckel geschickt geöffnet, so dass die zwei Mignonbatterien sich direkt in die Freiheit begeben konnten.

Das Kommando es geht los erfolgt. Geschickt positionieren sich die Maschinen im versetzen 2 Reihenmuster und donnern wenig später auf der schönen Ausfahrtstrasse von Bad Boll. Es geht durch herrliche Täler, die wie gemalt erscheinen, Berge werden über herrlich steile und gewundene Straßen auf die Anhöhen bezwungen. Die Belohnung folgt auf dem Trittbrett. Ein Panaroma unglaublich, Fernsicht geschätzte 30 – 40 km, habe ich so auch noch nicht gesehen. In mir steigt langsam der Verdacht auf: Dat Schwäbisch Alpine is richtisch schön.

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Wieder so ein Moment, in dem mir eines meiner selbst geschriebenen Gedichte einfällt: (Da müsster jetzt dursch )

„Welch seltsam Geschick, ich in dir erblick, welch rührend Gefühl, in dieser fleissigen Mühl, kanns noch gar nicht fassen, möchte auch nicht von ihm lassen, doch tränkt schon die Ahnung all, das er entschwindet wie der Schall, so kehrt er wohl nie mehr zurück, das was bekannt als der Augenblick.“

Auf dieser Tour habe ich ein neues Ritual entwickelt. Ich mache meinen Blick ganz weich, atme aus und kräftig wieder ein, wobei ich mir vorstelle, die Landschaft einzusaugen. Das weitet ungemein!

So geweitet schaffte ich es dann gerade noch auf einen staubigen Parkplatz in einem Tal, irgendwo hinter Münsingen, vor dem Fahrziel Marbacher Gestüt rein zu fahren. Mit Bedacht zirkelte ich mein Dickschiff auf dem staubigen Untergrund und schloss zu den vor mir parkenden 150 anderen Maschinen auf. 20 Minuten Pause wurden angekündigt.Langsam schlenderte ich umher, meine Frau suchend und kam dann bei meinem  Bike an.

Nach einigen Minuten standen wir um Joachims Bike herum. Er machte ein sorgenvolles Gesicht. Ich schaute auf den Boden und sah gerade, wie sein Bike ungeniert pinkelte. Wat war denn dat? Äh, willste dat nit mal weg machen? Dat Bike hat zuviel Druck auf der Leitung, waren einige natürlich gut gemeinte Kommentare. Doch ernsthaft, irgendetwas stimmte nicht. Joachim hatte mich vor Abfahrt schon auf einige Tropfen am Boden unter seinem Bike aufmerksam gemacht. Schnell bildete sich eine Gruppe von ernsthaft bemühten Ahnungslosen und fachsimpelten drauf los.

Schließlich nahm Achim V. aus H. das ganze in seine bewährten Hände. Sitz runterholen, Bordwerkzeug raus und schauen.
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Das Bike sprang zwar an, ging aber wieder direkt aus. Viele Versuche, Vergaser leer laufen lassen, durch Unterdruck eine vielleicht klemmende Schwimmernadel wieder lösen, fruchteten alles nicht. Die Tourenguides hatten inzwischen 3 Gruppen wieder auf die Reise geschickt.  Wir verzögerten unsere Abfahrt, bis das Chris vorschlug, den Versorgungswagen der Sponsorbikerwerkstatt Motorcorner anzurufen.

Solidarisch blieben 3 tapfere nämlich Chris und Thomas mit Ele, bei Joachim und Dagmar, wobei Joachim sichtlich geschockt wirkte. Wir anderen ließen uns den Spaß nicht weiter verderben (böser Joachim) und fuhren endlich als letzte Gruppe weiter.

Als letzte Gruppe kamen wir dann auch nach einer Fortsetzung der herrlich landschaftlichen Tour an der Wimsener Höhle an.

Parkplatz technisch ebneten wir uns einen Weg auf einer Wiese. Es war heiß, also Klamotten vom Leib und notdürftig in die Taschen verstaut, trotteten Brigitte, Kalle, Jürgen und ich r ...konnten kaum Schritt halten. , hallo Heribert, Hallo an Alle Frauen,orfen. Er will sich nicht zu früh in die Karten schauen lassen.1 , musste ich malauf den Höhleneingang zu. Da nur eine kleine Gruppe von Leuten in die Höhle durfte, war der Rückstau zu groß. Also direkt auf die andere Seite, wo das Restaurant sind befand. Getränke bestellen und das kühle prickelnde den trockenen Schlund hinunter laufen lassen. Aufbruch. Während sich die meisten schon wieder in Richtung Parkplatz bewegten, bestellte sich Uta noch einen Capuccino. Sie bewahrte die Ruhe und trank Ihr heißes Getränk in Ruhe aus. Kurz bezahlen und dann brachen auch wir Richtung Parkplatz „Wiese“ auf.

Lautes Motorengeknatter erfüllte schon die Luft, als wir uns erst noch alle Klamotten zusammen suchten. Die ersten Gruppen waren schon auf und davon, als wir uns mit unseren dicken Bikes wie die Kaninchen hoppelnd vom Acker (Wiese) machten, in Richtung eines der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten der Schwäbischen Alb „Schloss Lichtenstein“.
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Graf Wilhelm von Württemberg, Herzog von Urach und Neffe des Württembergischen Königs empfing uns zwar nicht persönlich vor dem grobsandigen Gräflichen Parkplatz, (konnte er ja auch nicht, da er dieses Bauwerk 1840/1841 im romanischen Stil erbauen ließ), aber dafür war noch mal alle Aufmerksamkeit beim parken der mächtigen Royaligen gefordert. Steigung mit Schräge, quer zum Gefälle rückwärts auf grobsandigem weißem Untergrund, Jau, Prüfung bestanden. Der Bock stand, nur die Schräglage verursachte ein kurzes Bedenken.

Dichtes Gedränge, besetzte Bänke also ab ins Forsthaus. Vorzügliche Bedienung und dann gab es ein herrliches Essen. Leckere Kässpätzle, bin ich verrückt nach. Nach der Bezahlung schlenderten Brigitte und ich noch zum Schloss. Märchenhaft und mittelalterlich lag es trotz seiner Jugend da und bot mit seinen vielen kleinen und größeren Türmchen einen verträumten Anblick. Wo war Rapunzel, die sonst ihr kilometerlanges blondes Haar herunterließ.

Suchend blickten meine Augen die Turmfenster ab, und blieben an einer grünen Parka Jacke hängen. Achim kam schlendernd Richtung Schlossausgang. Nein, das war auf keinen Fall Rapunzel.

Der Ausflug näherte sich seinem Ende. Die erste Gruppe ließ schon die Mopeds an, als Brigitte und ich und einige andere vertrauten Gesichter dem gräflichen Parkplatz zuströmten. War das ein Gewusel. Rote Standartenhemdchen nach vorne, jeröne janz nach hinge. Ich hatte noch Zeit und postierte mich einige Meter unterhalb der Ausfahrt. So konnte ich einige Schnappschüsse der 3 losdonnernden Gruppen machen, die mit ihren Royaligen die gräflichen Gefilde laut röhrend verließen.

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Aufmerksam schob ich meine Kiste in Fahrtposition, es gab Kuddelmuddel. In dieser Gruppe oder in der letzten? Verschiedene vertraute Helme befanden sich schon in Fahrtrichtung, andere winkten ab und gaben letzte Gruppe zu verstehen. Tja, und dann stehste eingekeilt und küs nimie vor un zurück. Wat soll dat, fragte ich mich und winkte meine bessere Hälfte heran.

Schließlich donnerten auch wir vom Parkplatz mit dem langsamsten Tourenguide von Allen. Die letzte Gruppe holte uns relativ schnell ein. Aber was für eine herrliche Rückstrecke wieder über die Schwäbische Alb mit seinen schönen Bergrücken und seinen wundervollen Tälern bis nach Bad Boll. Etwas müde (Höchstgeschwindigkeit war 48 km/h) aber mit einem Rucksack von tausend erlebten Eindrücken parkten wir unsere Bikes in die Tiefgarage des Seminaris Hotels.

Abendessen drinnen und draußen, einen Extra Grill, lecker und schön präsentierte sich das Buffet. Clubartikelverkauf auf dem ersten Stock. Ein ganzer Raum voll mit Begehrlichkeiten unseres neuen Clubartikelverwalters Tommy und seiner Partnerin Melle sowie Tommys Schwester, die selber eine RS fährt. Wer konnte da widerstehen? Klar gab es von Donnerstag bis Samstag einen offenen Shop und so wurden auch wohl die meisten der 200 RSG Mitglieder und Ihre Partner fündig.

Und doch sollte es an diesem Abend noch mal richtig spannend werden. Gegen 20:30 Uhr versammelten sich alle Mitglieder der Royal Stars Germany im Plenar- und Bankettsaal des Seminaris Hotels zur Jahreshauptversammlung. Der Vizepräsident Alf Geisert begrüßte uns alle. Nach einigen warmen Worten und der Vorstellung der Tagesordnungspunkte begann der Vize mit seinem Bericht über die plötzliche und unerwartete Abdankung unseres ehemaligen Präses Heinz Kugelmeier. Die anschließende Entlastung des alten Präsidiums durch die Mitglieder ging nicht ohne eine sich langsam steigernde hitzige Diskussion über die Personen und Themenschwerpunkte vonstatten. Durch einen hervorragenden rhetorischen Kunstgriff gelang es dem Vize dann doch, ein Abstimmungsergebnis zugunsten einer Entlastung des alten Vorstandes zu erzielen. Mit dieser Entlastung des alten Vorstandes stellte der bisherige Kassenprüfer Manfred Geissel sein Amt zur Verfügung.

Nächster Tagungspunkt war die Abstimmung einer notwendig gewordenen Satzungsänderung der RSG, die in verschiedenen Punkten erweitert bzw. angepasst werden musste. Auch dieses wurde durch den Vizepräsidenten Alf Geisert in überzeugender Klarheit vorgetragen und schließlich durch die Mitglieder beschlossen.

Der absolute Höhepunkt des Abends war die Wahl des neuen Präses der Royal Stars Germany. Einziger Kandidat und Präseserfahren war unser Kölner Stammtisch-Mitglied und Webmaster der Cologne Division Chris Wölki. Mit überragender Mehrheit wurde Chris Wölki zum neuen Präsidenten der RSG gewählt.

In meinem Kopf hat sich aber was ganz anderes abgespielt.

Jetzt stand die Wahl des neuen Kassenprüfers an. Doch erst nach einer fordernden aufrüttelnden Rede des Vize hob ich meinen linken Arm hoch und stellt mich als Kandidat für das Amt des Kassenprüfers zur Verfügung.

Als mit der Wahl der Provinzstadt Düsseldorf zur Landeshauptstadt von NRW die Weltstadt Köln übergangen wurde, jab dat in Kölle einen echten Schock. Dat ham ma lange nit überwunden. Doch plötzlich erjab sich die Chance, 20% der Düsseldorfer Stadtwerke zu kaufen, wat der Stadtwerke Konzern Köln uch jedon hätt. Der OB von Düsseldorf war zu dem Zeitpunkt in Urlaub. Dä kom widder und hät en ne Tobsuchtsanfall jekräje. Dat hät fast en ne Bürjerkrieg jejovve. Parlamentäre up beide Sicke joven ihr bestes. Eines schönen Morgjens ich lur in dat Intranet der Rheinenergie, riev ich mir die Ouge, der neue Vertriebsvorstand der Rheinenergie wor vürher in Düsseldorf Geschäftsführer bei den Stadtwerken gewesen. Do wor ich platt. Dat wor die Wiederjutmachung. Un wie mir dat su durch de Kopp jing, do fiel et mir wie Schuppen von de Ougen, en Düsseldorfer is der neue Präses bei den RSG, do musste doch dajejen halten, flugs de Ärm huhjerissen und kurze Zick später wor ich Kassenprüfer. (Wat mät dä eijentlisch?)

Jetzt stand noch die Abstimmung der Wahlperiode auf 2 Jahre für das Präsidium an, die aber nach gründlicher Darlegung auch von den Mitgliedern beschlossen wurde.

Für mich gab es noch einige spannende Gespräche mit meinem Vorgänger, dem amtierenden Kassenwart, dem Vize und unserem neuen Präses sowie dem Tommy vom Clubartikelverkauf. Von jetzt auf gleich in die Welt des Präsidiums, das war schon spannend.
Nach diesem Spannungsgeladenen Abend gingen die meisten der Mitglieder mit ihren Partnern zum gemütlichen Teil über.

Irgendwann weit nach Mitternacht fanden Brigitte und ich dann auch den Weg ins Hotelzimmer.

4. Tag (Samstag) Obere Roggenmühle, Ulmer Marktplatz und Versammlung Teil 2


Die Nacht war viel zu kurz, aber es half alles nichts. Die Tripple Bs (Bad Bollschen Brötchen) wollten verdrückt werden. Diesmal waren wir sogar recht früh dran, oder die anderen spät, wie man`s sieht. Nach einigen Kannen Kaffee pumpten meine Drüsen die erforderlichen Enzyme in den Blutkreislauf und ich kam in Wallung. Klar, die Geschehnisse des Vorabends waren Thema und flugs verging die Zeit. Da ich schon am Tag zuvor den Tiger bis zum Anschlag in den Tank gepresst hatte, fuhr ich gemächlich aus der Tiefgarage und stellte mich ganz weit hinten an.

In Gruppe 5, das waren die letzten Husaren, ging es dann mit Tornado Sound aus Bad Boll heraus Richtung Göppingen. Die Schwaben haben es mit dem Ingen, Heiningen, Eislingen, Göppingen, schon mal aufgefallen? Aber was für eine herrliche Landschaft, durch das Stauferland mit seinen 3 Kaiserbergen die da heißen Hohenstaufen – Rechberg – Stuifen fuhren wir bergauf bergab durch einfach unbeschreiblich schöne Landschaften bis hinunter ins Eybach Tal bei Geislingen (wo die sieben Geiseln wohnen) Doch irgendetwas irritierte mich total. Etwas war anders als sonst. Ich grübelte und grübelte und plötzlich sah ich es mit meinen eigenen Augen. Ein strahlender Jo-Akim mit einer Triumph Praline und wat der Kerl strahlte.

Eine Triumph mitten unter all den Royaligen. Das muss man erst mal verkraften. Und davor strahlte seine bessere Hälfte auf dem herrlischen Räkelkissen fum Hannes Jöbel. Dat is doch ens en Nummer.

Unsere Gruppe Namber Veiv zirkelte eine enge Rechtskurvige Einfahrt auf den bereits völlig überfüllten Parkplatz. Nach einigen Andockversuchen konnte ich meine Maschine endlich abstellen. Und es war richtig schön warm. Also los, runter vom Bock, alles schnell verstaut und nach vorne getrabt, zum Eingang der Oberen Roggenmühle.

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Hier tummelte sich alles, was auf 2 Rädern unterwegs war. Jetzt hieß es,  die staubige Kehle etwas anfeuchten. Alles war auf rustikal gemacht, einige Bierbuden und irgendwo gab es auch ein paar Snacks. Einige merkwürdige Hütten standen abseits. Ein paar Biker gingen in die Richtung und ich trottete brav hinterher. Wurde direkt belohnt. Ein Hängebauchschwein, schwarz wie die Nacht schnüffelte am Boden rum. Doch ich rieb mir die Augen, was war denn das? Am Rücken trug das Hängebauchschwein eine Kutte der Royal Stars Germany, davor ein Biker auf dem Boden liegend und fotografierend. Zum Grunzen schön.

Nur 15 Meter weiter, ja was war denn das? Ein mittelalterliches Zeltdorf, mit Frauen Männern und Kindern in Gewändern der Epoche. Zwei Gestalten erregten meine Aufmerksamkeit. Der eine schmal der andere war Bruder Tuck aus Robin Hood nur viel jünger, vielleicht der jüngere Bruder? Schwerter, hilflos fuchtelten die beiden damit herum und versuchten eine abgestimmte Kampfsequenz zum Besten zu geben, was aber gründlich misslang, da jeder woanders hinhaute, was natürlich nicht hinhaute. Nur wenige Minuten später hatte ich Bruder Tuck Juniors Schwert in der Hand und ließ es gekonnt einige Achten als Schwerthiebe ausführen. Sofort Geschrei, mein Gott die Kinder, die sollen das nicht sehen! Missmutig gab ich den Kartoffelspieß wieder an Bruder Tuck jun.., durfte zur Belohnung mal seinen umfunktionierten Schweißerhandschuh mit verzierten Blechlamellen ausprobieren. Schlendernd und hustend schaute ich mir das Innenleben der Zelte an, um dann aber doch nach Rauch stinkend das Weite zu suchen. Irgendwo entdeckte ich dann auch Brigitte und vereinigte mich (nicht was Ihr wieder denkt) mit ihr, indem wir gemeinsam aus Ihrer Flasche Wasser tranken.

Massenbewegung in Richtung Parkplatz, das kann nur eins bedeuten. Und richtig, Aufbruch zum Großen, Ganz Großen Ereignis des Tages. Sammelpunkt war eine Raststätte auf der A8, wo sich mal eben fast 150 Bikes in Fünferlinien nebeneinander aufstellten. Da staunten die Truckfahrer nicht schlecht, geblendet von dem ganzen Chrom und der königlichen Ausstrahlung unserer Bikes. Aber die gemeinsame Abfahrt verzögerte sich dann doch noch, bis endlich die eingetroffene Kavallerie in Blau verteilt Aufstellung nahm und das Zeichen zur Losfahrt in mehreren Gruppen nach Ulm, gab.

Das war ein gewaltiger Auftritt, endlos donnerten die Maschinen über die Autobahn um dann auf der Bundesstrasse Richtung Ulm in einem Konvoi ohne grosse Absperrung in die Innenstadt zu fahren.
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Dort waren dann allerdings die wichtigsten Zufahrtsstrassen für uns gesperrt worden, so dass wir Gruppe für Gruppe auf den ansonsten für Verkehr gesperrten Ulmer Marktplatz eintrudelten. Es ging vorbei am historischen Ulmer Rathaus direkt auf den Marktplatz, der inzwischen gefüllt mit Royal Stars war. Die Sonne meinte es gut mit uns und spendete ihr intensives Sonnenlicht.

Wie in jedem Jahr sucht der einladende Gastgeber Stammtisch für das Jahrestreffen eine wohltätige Organisation aus, die dann die gesammelten Spenden der Royal Stars Germany überreicht bekommen. In diesem Jahr spendete der Yamaha Händler Motorcorner eine Unfall Royal Star, die dann durch den Stammtisch der Schwaben Cruiser zerlegt und deren Einzelteile in Deutschland innerhalb der Royal Stars Germany versteigert wurden. Eine Schule beteiligte sich mit selbst gemachten Maultaschen, Kartoffelsalat und Kaffee und Kuchen sowie eines selbst durchgeführten Verkaufes mit Ihrem Erlös an den Spendeneinnahmen. Zusätzlich kamen noch freiwillige Spenden aus den Reihen der RSG hinzu.

Nach einer guten Viertelstunde fand dann nach einer kurzen Ansprache durch den Stammtischsprecher der Schwabencruiser, die feierliche Übergabe des Spendenschecks von über 4.000,-¤ an den Leiter des Ulmer Herzkinder e.V., statt.

Tief gerührt nahm der Leiter der Ulmer Herzkinder e.V. den Scheck entgegen und erklärte kurz die Notwendigkeit der sportlichen Unterstützung von herzkranken Kindern und deren positiven Resultate.

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Wow, das mussten wir dann erstmal sacken lassen. Kurze Zeit später hieß es noch Aufstellung zu einem Gruppenfoto und dann wurden wir für eine Stunde in die Stadt an der Donau entlassen, die mit dem gotischen Münster, den höchsten Kirchturm mit 161,53 Metern in der Welt hat. Dies hatte schon weltliche Ausmaße. Ulm hat die älteste Stadtverfassung in Deutschland und eine wirklich alte und sehenswerte Altstadt. Schiefe Häuser und Hotels im Fischerviertel, in denen sich die Holzbalken durch die Jahrhunderte durchgebogen haben, aber standhaft weigern, einfach einzuknicken. Ulm hatte auch die meisten Kuttenträger in seiner Altstadt, wenigstens an diesem Samstag. Und was keiner glaubt: Hat Ulm eine Pyramide? Aber ja, wie folgendes Foto zeigt.

Ein kleines Kanalsystem das mit den gebogenen Brücken darüber ein wenig an Venedig erinnert, untermalte das mittelalterliche Flair.  Und dann gehste durch ein Tor der Stadtmauer und stehst plötzlich vor der Donau. Welch ein Kontrast. Lecker Essen kann man in Ulm auch und Eis und Kaffee und Kuchen eben alles, was ein Bikerherz nach einer solchen Herzenssache braucht.

Und dann war es langsam so weit. Der vereinbarte Zeitpunkt zum Aufsitzen der ganzen Rotte, rückte unaufhaltsam näher.

Eine Gruppe nach der anderen verließ in gewohnter Fahrformation den Ulmer Marktplatz. Und Gruppe Veiv? Natürlisch Extratürchen. Chris hatte sich kurzerhand entschieden, mit Navi einen direkten Weg zurück zum Hotel zu suchen, während sich die anderen Gruppen Naturheischend in das Alpine Gebiet verkrümelten, brachen wir als letzte Gruppe mit fast allen Stammtischlern auf.

 

Und wir haben es nicht bereut. Thomas fand eine prima Strecke zurück. Plötzlich tat sich ein Tal vor uns auf. Ein schmales Asphaltband schlängelte sich in der Sonne wie ein kleines Flüsschen durch eine weite Gras und Wiesenlandschaft, die von den Bergen flankiert war. Thomas hatte die Privatstrecke des Motorradgottes entdeckt. Es gab keinen Zweifel mehr. Gott fuhr in seiner Freizeit Motorrad. Sanft schwenkend fuhr die ganze Gruppe mit gemächlichem Tempo voll entzückt dieses Asphaltband entlang. Jeder dachte wohl dasselbe: Hier möchte ich gerne noch mal zurück.

Aufwachen, Leute, wir kommen gerade in Bad Bollerwagen an. Natürlich waren wir mit die ersten und alle nutzten den Zeitvorsprung, um sich nach Abstellen, ablegen und hinsetzen ein paar erwachsene Bierchen zu genehmigen. Dass sich das Hotel nach und nach mit den eintreffenden Gruppen füllte, registrierte ich nur noch am Rande. Die Bierchen taten ihre Wirkung und nur wenige Zentimeter über dem Boden schwebend, bewegte ich mich auf mein Zimmer zu.

Arnold, du musst aufstehen, es ist schon fünf vor Sieben. Ich war voll weggeratzt und sprang aus dem Bett. Duschen, anziehen und dann begleitete ich meine verständnisvolle Frau nach unten zum Buffet.

Dort empfing mich schon Chris. Hast du schon gegessen? Nein! Wie lange brauchst du fürs Essen? Na ja, für den Nachtisch 4 Minuten, gut und jetzt komm. Krisensitzung des gesamten Präsidiums. So kriselten wir bis 20:35Uhr. Gegen 20:30 Uhr noch mal großes Treffen im Plenar- und Bankettsaal aller Mitglieder. Richtig, wir überzogen um 5 Minuten.

Schließlich füllte sich der große Raum mit allen Mitgliedern. Doch diesmal waren auch Gäste da. Der Leiter des Ulmer Herzkinder e.V. wie auch die Macher vom Yamaha Motorcorner. Nach einer schönen Ansprache unseres neuen Präses und Begleitworten des Vizes startete eine Versteigerung von selbst gemalten Bildern mit verschiedenen Royal Stars Motiven. Der Künstler war kein geringerer als unser neuer Präses Chris Wölki himself. Die Versteigerung wurde durchgeführt vom erfahrenen Auktionator Gichtl, vom Stammtisch der Bavarian Cruiser. Welch ein Ereignis. Gekonnt trieb Gichtl die Preise in die Höhe, überbrückte Besinnungs- und Sammlungsphasen mit Heiterkeit und fand schließlich für alle Bilder einen Abnehmer zu einem guten Preis. Als Zugabe wurden noch einige begehrte Ersatzteile versteigert, die bis auf ein Teil auch Abnehmer fanden. Zufrieden übergab der Auktionator das Mikro an unseren neuen Präses.

 

Der Sprecher des Schwabencruiser Stammtisches erhielt das Mikro und hielt noch mal eine kleine Rede zur Spende an den Ulmer Herzkinder e.V. Der eingeladene Leiter revanchierte sich, indem er sich seinerseits in einer rührenden Dankesrede für die Spende und die Aufmerksamkeit der Bikerinnen und Biker der Royal Stars Germany, herzlich bedankte.

Aber auch die Unterstützung der Mannschaft des Motorcorners erhielt Lob und Dank für die tolle Unterstützung. Ein eigens kurzfristig beschafftes rotes T-Shirt für den Sohnemann vom Geschäftsführer des Motorcorners wurde feierlich überreicht.

 

Dann gab es noch zwei außergewöhnliche Ehrungen. Unser neuer Präses ernannte 2 ältere Mitglieder, die entweder aufgrund des Alters oder/und aus gesundheitlichen Gründen selber nicht mehr aktiv fuhren. Ein Mitglied wurde in Abwesenheit der zweite Anwesend zum Ehrenmitglied der Royal Stars Germany ernannt. Mit Tränen in den Augen nahm das Mitglied die Ehrung entgegen.

Die Schwabencruiser hatten noch einen besonderen Wunsch: Ein weißes T-Shirt wurde rumgereicht, auf dem alle Mitglieder mit Ihrem Namen unterschreiben sollten. Das Mitglied befand sich im Krankenhaus und sah seiner Genesung entgegen.

Doch noch sollte ein weiterer Höhepunkt kommen. Der Stammtisch der Kradstaffel Anhalt  präsentierte das ausstehende Jahrestreffen 2012 im Harz. Nach einer gelungenen Präsentation, die äußerst humorvoll vorgetragen wurde und den Saal sichtlich heiter amüsierte, endete der Abend mit einem begeisternden Applaus für die Organisatoren. Der ganze Schwabencruiser Stammtisch nebst Frauen, die einzeln aufgerufen wurden und Blumensträuße als Dankeschön für Ihr tolles Engagement erhielten, wurde schließlich unter minutenlangen Applaus begeistert gefeiert.

Bis spät in die Nacht wurde getrunken und verzällt und der Abschluss eines gelungenen Jahrestreffens, gebührlich gefeiert.

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5. Tag (Sonntag) Verabschiedung und Rückreise

 

Abreisetag ist immer auch mit Abschied verbunden. Aber zuvor gab es ein gutes Frühstück. Wir waren besonders früh aufgestanden, um auch das Gepäck rechtzeitig gepackt zu bekommen. Nach dem Frühstückchen ging es zur Rezeptionistin, die in Bad Bollscher Manier die Rechnung mit wenigen Tastendrücken aufs Papier zauberte. Nachdem die Rechnung bezahlt war, sollte es losgehen. Aber ich verstrickte mich noch in Einzelgesprächen mit dem Kassenwart und dem Präsidium. Alleine die Verabschiedung von allen vertrauten und auch neuen Gesichtern, ließ die Uhrzeiger noch weiter rotieren. 

Entgegen der ursprünglich geplanten Rückreise über den Highway mit den anderen unseres Stammtisches, hatten sich Jürgen, Brigitte  und ich entschieden, die Rückreise nur über Land- und Bundesstraßen zu absolvieren. 

Dank meiner Verzögerungen kamen unsere beiden Mopeds ein letztes Mal aus den tiefen der Tiefgarage bollernd heraus, um sich einen guten Absprungsplatz für die Heimreise zu sichern. Es standen nur noch vereinzelte Mopeds am Straßenrand, das Gro war bereits aufgebrochen. Plötzlich fiel mein Blick auf den Randstein, da lag doch glatt eine der beiden Mignon Batterien, die Tags zuvor durch Brigittes gekonntes Öffnungsmanöver ins Freie entlassen worden waren. Wenige Minuten später ging es auf die Heimreise mit Jürgen.

Nach einer wunderschönen Bundes- und Landstrassenfahrt mit kurzem T-Shirt und Kutte :-) verträumten kleinen Dörfchen und einem atemberaubenden Landschaftspanorama, konnten wir einen kleinen Imbiss in einer indonesischen Schmuddelbude mit der Überschrift "Pizzeria" einnehmen. Entlang der deutschen Alleenstrasse war es dann passiert: Sonnenbrand beide Arme exakt bis zur T-Shirt Ärmelgrenze, (wie vom Tätowierer gezeichnet)

Flugs die Ärmel der Regenjacke abgemacht und als Sonnenschutz-Stulpen übergezogen. Brigitte hielt dann von hinten straff. So haben wir den Rhein erreicht. Als Jürgen plötzlich sein Reißen im Rücken kriegte, fuhr er rechts ran. Regenklamotten angezogen, und weiter. Nur 10 Minuten später blitzte und donnerte es. Brigitte wäre einmal fast vom Moped gefallen, so hat es überraschend geknallt. Dann Powerregen wie Hagel. Von dort sind wir dann nach Koblenz. Hans hat wohl geduscht, denn plötzlich ging es richtig ab. Wir hätten Schwimmflügelchen gebrauchen können. Jürgens Navi lotse uns dann in eine Nebenstrasse, auf einen Schotterpfad in den Wald. Doch auch diese Piste haben wir gemeistert und kamen wieder auf eine Landstrasse. Nach dem Brigitte und ich ein Bus mit mehreren Wellenartigen Wassermassen von links vollständig eingedeckt hatten, waren wir nicht mehr nur nass. In Bonn haben wir uns dann tapfer durch den Stau und die Wassermassen die vom Himmel kamen, weiter durchgekämpft. Ab diesem Zeitpunkt war es uns egal und wir witzelten nur noch über die Nässe. Die A59 war fast zu, langsam durchgequält bis zur A3, dann haben sich Jürgens und unser Weg an der Abfahrt Köln-Dellbrück getrennt.

Wir sind gut angekommen. Kaum vor der Haustüre, die nächste Überraschung. Der Zuweg zur Haustüre wurde gerade neu gemacht, alles überflutet. Auch im Keller gab es etwas Wasser.

War das ein tolles und aufregendes Jahrestreffen 2011 in Bad Boll gewesen. Die Erinnerungen werden noch lange nachklingen.

 

Euer Arnold ( de inzije wahre kölner jung )

 


 

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Das heutige Kölsche ist historisch aus einer andauernden Vermischung und Überlagerung unterschiedlicher Sprachströmungen entstanden, sicher ist das eine Ursache für seinen Formenreichtum. Kölns zweitausendjährige Position als Handelsmetropole, die Öffnung zum damaligen Umland und Eingemeindungen der letzten zweihundert Jahre haben unterschiedliche Sprachen zusammengebracht, die zum Teil heute noch nachwirken, so dass Formen nebeneinander existieren, benutzt und verstanden werden, ohne noch einer bestimmten Herkunft innerhalb des jetzigen Stadtgebietes zugeordnet zu werden, wiewohl das in Einzelfällen möglich ist. So kann man treppab als „de Trebb_eraf“ „de Trepp (e)runder“ „de Trepp (e)runger“ gehen und mit „de Trap (e)rop“ wie „de Trebb_erop“ wieder nach oben steigen ( wer will misch de trepp rungerschmidde?) und „Ming Moped, Ding Moped“ genauso gut wie „mi Moped, di Moped“ sagen (mein Motorrad, Dein Motorrad).  Man beachte, daß trotz der gleichen Schreibung bei zweien im zweiten Fall, die Aussprache der kölschen Wörter so erheblich von der der deutschen Wörter abweicht, daß sie von einem Unkundigen kaum einander zuzuordnen sind. Dat is ooch juut so, da köma wat verzälle und der andere verstääht nu Bahnhof !


Ein Düsseldorfer geht am Rhein in Köln spazieren und sieht nen Kölner weinend vor seinem verbeulten Toyota stehen. Sagt der Düsseldorfer zu dem Kölner: "Wat weinste denn so?" Antwortet der Kölner : " Mein auto hat soviele Beulen und ich krieg et nit över de Tüv"! Sagt der Düsseldorfer:" Mensch sei doch net blöd, du musst doch nur in den Auspuff pusten, so fest wie du kannst, dann gehen die Beulen ratzfatz rauß." "Toll" sagt der Kölner"dat probier jetzt aus", und fängt an in den Auspuff zu pusten. Der Düsseldorfer denkt sich:" wat für ein Idiot" und geht weiter. Kommt ein Polizist vorbei und sagt : " Wat machst du denn da?" Sagt der Kölner: " Ich puste in meinen Auspuff dann gehen die Beulen rauss"! Sagt der Poliszist: "Bist du blöd, Kerl, dann kann nicht funktioniern, du hast doch dat Schiebedach noch auf!"