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Jahrestreffen der
ROYAL STARS
GERMANY

in Barsinghausen 2005

So lange ist es noch nicht her - aber das Jahr 2005 hatte es in sich.  Ein Schrei ging durch die Welt: der Papst ist tot. Papst Johannes Paul II kehrte zurück zu seinem Boss und kurz darauf hieß es in Deutschland: Wir sind Papst!  Kardinal Joseph Ratzinger wurde zum Papst Benedict gewählt. Aber dass war noch lange nicht alles: Das Jahr 2005 bescherte uns auch Angie.  Frau Merkel kam und der Herr Schröder konnte den Hut nehmen: So schlimm war das für ihm nicht, denn sein Kumpel Wladimir Putin hatte ihm schon einen Platz beim Gasprom besorgt.  Zum ersten Mal in der deutschen Geschichte wurde eine Frau Bundeskanzlerin und mittlerweile ist sie sogar in ihrer zweiten Amtsperiode, ob man sie nur mag oder nicht.  Für die LKW Fahrer gibt es seit dem auch etwas Neues, nämlich die Autobahnmaut. Wir Motorradfahrer sind davon verschont geblieben, die Frage ist nur, wie lange noch?  Als Nebeneffekt wundern wir Kradritter uns manchmal, warum plötzlich schwere 30tonner über unsere schmalen, kleinen Kreisstraßen rollen. Tja die Kostenfrage öffnet einen ganz neuen Einblick in die logistische Infrastruktur eines Landes.  So es reicht aber jetzt mit Politik.

 

Das Treffen in Barsinghausen in der Nähe von Hannover war das Gegenteil vom letzten „Wintertreffen in Suhl“. Wir wurden drei Tage lang mit Sonne verwöhnt.

 

Für die Colonge Division fing alles an am 26.Mai 2005. Ein Teil von unserer Gruppe  traf sich  an der Ringlok-Halle in Frechen. So wie damals bei unserem ersten Stammtisch. Die anderen werden wir in Barsinghausen wieder sehen.

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Wir kamen am frühen Nachmittag im Gilde Sporthotel „Fuchsbachtal“ an. Es hieß, das in diesem Sporthotel auch die Nationalelf ab und an residierte. Schön gelegen auf einer kleinen Anhöhe direkt am Wald mit einem großen Sportplatz direkt hinter dem Haus und ausgestattet mit einer großen Sporthalle.  Bei unserer Ankunft fanden wir unsere anderen Stammtischbrüder und -Schwestern.  Zum ersten Mal bei einem Jahrestreffen waren Rainer und die Jutta mit dabei,  Hans G. und auch der Ralf und die Silvia, die wir in Waldenburg kennen gelernt hatten, ebenso. Arthur und seine Hanna,  wie auch Norbert Nowatschin und seine zweite Hälfte waren damals auch noch mit uns. Achim V. und Bertram waren damals nicht von der Partie, weil die beiden mit ihren Maschinen in Spanien unterwegs waren.  

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Direkt am Eingang vom Hotel konnten wir uns fürs Treffen anmelden und nach der langen Fahrt hatten wir auch Gelegenheit, direkt auf der Terrasse ein kühles Getränk durch unsere trockenen Kehlen zu gießen. Die Zimmer wurden bezogen und danach machten Uta und ich uns auf den Weg, unsere Maschinen zu tanken.  Gleichzeitig erkundeten wir Barsinghausen. Dieses Städtchen hat eine kleine aber feine Fußgängerzone, wo es ein paar gute Restaurants gab.  Uta und ich entschlossen uns, im Ort zu speisen und später zum Hotel zurück zu kehren.

Am Freitagmorgen ging es dann los mit einer klasse Ausfahrt zum Hermannsdenkmal und auf dem Weg zurück ging es bei „Günters Kurve“ vorbei – dies ist ein beliebter Motorradtreff der Region.  Auf der Hinfahrt zum Denkmal wurde aber noch ein Zwischenstopp eingelegt. Die warme Morgensonne streichelte unsere Angesichter und wir nutzten die Gelegenheit, ein Eis zu essen. Das war richtig im Sinne unseres Bernd und auf der Terrasse vorm Cafè direkt an der Straße ließen wir es uns schmecken.  Während wir uns das Eis im Munde schmelzen ließen, kam Karin damals mit der Idee: Lass uns das nächste Treffen doch mal organisieren.  Wir waren uns erst noch nicht so ganz einig aber dann wurde der Vorschlag doch angenommen und so kam es, dass in 2006 die Cologne Division die Royal Star Reiter ins Rheinland rief.

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Wir erreichten das Hermannsdenkmal und weil es inzwischen so warm geworden war, versuchten wir im Schatten am Waldrand zu parken, als Abkühlung und Schutz, vor der jetzt richtig stechenden Sonne.  Es war noch nicht so voll mit Touristen und wir machten uns zu Fuß auf den Weg zum Denkmal.  Auf diesem,  bei Detmold im Teutoburger Wald gelegenen Hügel, steht  seit 1875 der riesige Cherusker als Andenken an die historische Varusschlacht.  Ob dieser Ort auch der richtige Platz des Geschehens war, wird aber seit einiger Zeit durch die Historiker in Zweifel gezogen. Anscheinend sollte sich die Schlacht mehr in der Nähe der niederländischen Grenze abgespielt haben und zeitlich auch über mehrere Tage. Aber was soll es, der Hermann steht jetzt da und wir wollten Ihm unters Röckchen gucken. 

Was heißt  wir:  nur wenige von uns wagten sich auf den Hermann hoch zu steigen. Die anderen waren von der Hitze geschlagen und legten sich lieber in den Schatten des Waldes.  Über eine alte Treppe erreicht man die Aussichtsplattform direkt unter Hermanns Allerheiligstes (nein, nein meine Damen, hier hat sich der Schöpfer von diese Statue zurück gehalten, zu sehen gibt es nichts)  Vom Aussichtsturm hat man dann einen schönen Weitblick über die Region. Von hier oben konnte ich sehen, wie unser Uli es sich so richtig gemütlich machte und sich mit nacktem Oberkörper dierSonne zum Opfer gab.

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Nach der Visite bei diesem alten Krieger hatten wir Durst bekommen und bevor wir unsere Reise fortsetzten, genehmigten wir uns noch einen Drink auf der nahe gelegenen Terrasse.

 

Eine Weile später wurden wir vom Gruppenleiter aufgefordert, uns zur Weiterfahrt bereit zu machen. Die Sonne stand in ihrem Zenith als wir diesen geschichtreichen Platz verließen.  Die königlichen Sternenritter fuhren weiter durch diese waldreiche Region und genossen die Landschaft, um dann irgendwann in „Günters Kurve“ zu landen. In diesem beliebten regionalen Motorradtreff machten wir Pause. Zeit, um uns etwas zu stärken.  Dieses Lokal hatte eine einfache und preiswerte Küche und von der Terrasse aus, gab es einen Blick auf den großen Parkplatz direkt am Waldrand. Innen waren die Wände mit Erinnerungen an die Motorsportzeit des Wirtes dekoriert. Von Fotos über Pokale bis zu Siegeskränzen war alles vorhanden.  Die Zeit flog dahin und schon waren wir wieder auf der Heimfahrt nach Barsinghausen. Das Freitagabend-Buffet war in der großen Sporthalle vom Hotel aufgestellt und es gab vieles Leckeres.  Das warme Wetter trieb aber viele nach draußen und bei einem zuffigen Bierchen wurde dieser schöner Tag verabschiedet.

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Am Samstagmorgen ging es mit unserer großen, gemeinsamen Ausfahrt los.  Das Hauptziel war Einbeck - ein friedliches kleines Nest mit noch vielen alten Fachwerkhäusern.  In zwei Kolonnen fuhren wir über kleine Straßen, durch tiefgrüne Wälder, alles übergossen mit einem noch angenehmen warmen Sonnenlicht.  Unsere erste Pause hielten wir auf einem schattigen Rastplatz entlang der Landstraße, die Beine mal strecken und einen Schluck trinken. Zwanzig Minuten später startete unsere chromblitzende Schlange erneut und suchte ihren Weg über Hügel und Täler nach Einbeck.

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Wir erreichten unser Ziel und durften unsere Cruiser auf einem großen Parkplatz in der Nähe des alten Ortskerns parken. Danach ging es zu Fuß in die Stadt.  Der betagte Marktplatz ist umsäumt mit alten Fachwerkhäusern und auch in den umliegenden Gassen findet man diesen schönen mittelalterlichen Baustil.  Einige Häuser waren noch nicht fertig restauriert, da es wohl am nötigen Geld fehlte.  Für Liebhaber dieser alten Objekte ist der Ort fast ein Freilichtmuseum. Überall luden Cafés und Eisdielen zur Pause ein und bald waren alle Royalisten in der Stadt verstreut.  Auch wir Kölner konnten bei diesem Wetter nicht darauf verzichten: ein leckeres Eis und ein kühler Drink waren sehr begehrt nach unserem Spaziergang durch Einbeck.  Die Zeit steht nie still und nach fast zwei Stunden verließen wir Einbeck wieder. Übrigens einem Sohn Einbeck`s dankt die Medizin das Morphium.

 

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Die Royal Stars erwachten aus ihrem Mittagschlaf und kurz darauf rollten unsere Räder wieder über den grauen Asphalt.  In der Nähe des Schloss Marienburg, bei Hannover, der ehemaligen Sommerresidenz der Welfen, machten wir  noch eine kurze Pause. Eigentlich war noch ein Besuch dieses Märchenschlosses im Norden Deutschlands vorgesehen aber durch Umstände, an die ich nicht mehr erinnere  sind wir nicht dazu gekommen.  Also wurde Rast gemacht auf einem LKW-Parkplatz in der Nähe eines Bahnhofes. Von hier aus konnten wir aus der Ferne die mächtigen Türme des Schlosses sehen.  Die Organisation hatte schon vorgesorgt und es gab Stände mit frischen Getränken, Kaffee und Kuchen.  Wir stellten uns in den Schatten und nahmen das Angebot an.  Als wir später weiter fuhren, waren alle Getränke fast ausverkauft. Die Sonne stand auf Hochleistung.

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Die Melodie aus mehr als vierhundert Auspuffrohren näherte sich Barsinghausen. Am späten Nachmittag landeten wir wieder auf dem großen Parkplatz am Hotel.  Es blieb aber noch genug Zeit übrig, um zusammen auf der Hotelterrasse noch ein bisschen zu verweilen.

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Nach einer  erfrischenden Dusche machte man sich fertig für den bevorstehenden Abend. Das Buffet war wieder in der Sporthalle serviert. Um das super schöne Wetter des Tages noch genießen zu können, stellten unsere Stammesbrüder die Tische und Stühle einfach auf den Parkplatz vor unseren Royalstars. Die Außenluft regte den Appetit noch mehr an und die leckeren Speisen schmeckten umso besser.

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Der warme Sommerabend brachte uns alle in super Stimmung und um noch eins `drauf zu geben, spendierte der Hotelchef noch ein Fass Freibier. Die Stimmung steigerte sich und bald erklang Musik aus der Dose. Von allen kräftig mitgesungen: „Colonia“ und „Lebt der alte Holzmichel noch…“. Aber die Nacht kann man nicht aufhalten  und langsam verfärbte sich der Himmel von hellblau über türkis nach mitternachtsblau. Das sanfte Licht der Parkplatzbeleuchtung reflektierte sich im Chrom unserer Maschinen und an den Tischen wurde noch lange zusammen gesessen. So nach und nach gaben sich dann auch die Royalisten unter Morpheu`s Obhut. Einen gesunden Schlaf und am nächsten Morgen ein gutes Frühstück, so ist man wieder fit für einen neuen Tag.  Sonntagmorgen dann dass übliche Ritual, wenn ein Treffen zu Ende geht. Auschecken und Maschinen wieder bepacken. Wir hatten aber Zeit und das Wetter war noch immer von bester Qualität. Gelassen und ohne Hektik wurde dies erledigt. Während wir mit diesem beschäftigt waren, erklang ein schöner mystischer Gesang am Eingang des Hotels. Ein One-man-Entertainer sorgte hier für ein bisschen Unterhaltung und überraschte uns mit einen eigenen Song, welcher direkt aus einem Herr-der-Ringe-Film kommen konnte. Elfensprache oder Keltisch, ich weiß es nicht, aber es war einfach verzaubernd. Und mit dieser wunderbaren Melodie im Kopf kehrten wir heim. Es war wieder ein gelungenes Treffen und nun begannen die Arbeiten für uns Kölner. Wir hatten ja bekannt gegeben, das nächste Treffen auszurichten. 2006 sollte das Jahr der Kölner werden und die königlichen Sternenritter werden eintauchen in das mit Legenden und Sagen umwundenen Mittel-Rheintal.  Wie das so ablief, darüber berichte ich ein anderes Mal.

 

In diesem Sinne, eurer Pat

 

Der Kölsche Belgier.

                        

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