Bei unserem letzten Treffen am 24.09.99, diesmal nicht in
Frechen sondern in Lohmar-Scheid, wo unser bikender Koch, Bernd Osterritter,
als Chef der Würstchenbude beim Erntedankfest eine hervorgehobene Stellung
genoß (ca. 1 m über Erdgleiche) wurde beschlossen, am Wochenende 23./24.10.
eine Jahresabschlußfahrt zu organisieren. Hierzu hatte Patrick den Vorschlag
geäußert, seine belgische Heimat zu besuchen, vornehmlich ein Original
Australisches Restaurant in Lanaken.
An jenem Abend wurde ein Zettel ‘rumgereicht, wo jeder, der
mitfahren wollte, sein O.K. gab. Die Übernachtung war ebenfalls in Lanaken
geplant. Nach einem feuchtfröhlichen Abend sollte die Fahrt am nächsten Morgen
über Roermond wieder nach Frechen zurückgehen.
Zum Zwecke des örtlichen Augenscheins reisten am
darauffolgenden Samstag per PKW, Uli, Achim, Patrick und Uta nach Lanaken, um
ein Hotel zu suchen und entsprechend zu buchen, das Restaurant in Augenschein
zu nehmen, ob es denn auch unseren Ansprüchen genügt (!) und einen netten Tag
zu verbringen. Hotel (Eurotel) und Restaurant machten einen guten Eindruck und
wir offensichtlich auch, da eine Reservierung akzeptiert wurde.
Je näher der Abfahrtstag kam, umso hektischer wurde auf einmal
zwischen Organisatoren und Vereinsmitgliedern telefoniert, der Grund: Uli hatte
jedem die Strecke kopiert und die Buchung und Übernachtungskosten mitgeteilt.
Es kam hinzu, daß für das Wochenende schlechtes Wetter angesagt war und die
härtesten Biker dann doch lieber mit ihrem PKW fahren um anschließend wieder im
eigenen Bett die Nacht zu beschließen. Die geäußerte Kritik bezüglich der
Strecke (hin ca. 500 KM) wurde aufgenommen und auf ca. 250 KM reduziert, so daß
wir uns samstags um 10.30 Uhr in unserem Stützpunkt Ringlokhalle Frechen trafen
und warteten, wer nun tatsächlich alles mitfahren wollte. Es kamen zusammen:
Patrick und Uta, Uli, Willi, Karl, Achim, Bernd und die zwei
Gastfahrer Manfred auf seiner Harley und Eddi auf seiner Trude.
Im
schönsten Sonnenschein -gedanklich bei den anderen- ging es dann um 11.oo Uhr
los. Über Kerpen trafen wir in der Gegend von Vettweiß unseren Karl, der auf
uns wartete, und fuhren über Niedeggen vorbei am Kloster Mariawald durch die
Nordeifel Richtung Gemünd. Von hier aus ging es über Schleiden und Höfen
Richtung Monschau bis zum Grenzübergang Mützenich, wo wir an der
Perlbachtalsperre eine Pinkel- und Zigarettenpause einlegten. Ein kurzer
Spaziergang zum Fotoshooting reichte aus zum Glieder strecken. Aufgrund derTageszeit (Mittag) knurrten unsere Mägen und
wir beschlossen im nächsten größeren Ort köstliche belgische Fritten zu uns zu
nehmen. Nun, der nächste Ort war Eupen. Patrick kannte sich aus und setzte sich
an die Spitze. Den Ort hatten wir längst verlassen und wir dachten , er hätte
sich verfahren. Aber nein, vorne rechts am LKW-Rastplatz da war sie: eine
Frittenbude mit allen Köstlichkeiten der belgischen Küche, verschiedenste
Spieße mit Fleisch, Fisch, Vegetarischem, leckeren Soßen u.v.m.. Dinge, die in
einer deutschen Frittenbude selten angetroffen werden.
Nach einem üppigen Mahl fuhren wir weiter in Richtung
Verviers. Über Lüttich gelangten wir nach Maastricht. Ein kleiner Stau hier
konnte uns die Freude an der Fahrt nicht nehmen und schließlich waren wir da.
Gegen 16.oo Uhr trafen wir immer noch bei herrlichstem Wetter in Lanaken ein
und fuhren zunächst einmal an einer amerikanischen Bar vor, in der wir auf
unserer Expeditionstour lecker gegessen hatten. In dieser herrlichen Bar voll
schönster Accessoirs bevölkerten wir den hintersten Tisch, freuten uns über die
Tageserlebnisse und bedauerten, daß die Daheimgebliebenen unsere Freude nicht
teilen konnten. Gegen 17.oo Uhr nach etlichen Getränken fuhren wir zu unserem
Australischen Restaurant um uns davon zu überzeugen, daß unsere damalige
Reservierung auch in die Tat umgesetzt wurde. Die Tische waren schon
zusammengelegt und liebevoll für 15 Personen gedeckt. Gut, wir waren ja leider
nur zu 9 Personen und hofften, daß die “Abteilung PKW“ tatsächlich auch kommt.
Vom Restaurant aus fuhren wir ins Hotel (Eurotel), checkten
ein und parkten unsere Maschinen auf einem Privatgelände des Hotels, welches im
Anschluß durch zwei PKW des Hotels gegen Diebstahl gesichert wurde, ein netter
Service.
Da das Hotel jedes Wochenende ausgebucht ist, hatten wir in
der Disposition die Möglichkeit, eine Suite zu reservieren. Diese Suite wurde
nun nicht mit 5 Personen belegt sondern nur mit 2, Karl und Uli. Der Preis
wurde jedoch reduziert auf den eines Doppelzimmers. Die anderen verteilten sich
auf diverse Doppelzimmer.
Die Zimmer waren komfortabel ausgestattet und sauber, 30
Fernsehprogramme, die meisten leider fremdsprachig, bis auf Kanal 13, wo
überhaupt nicht gesprochen wurde. Gegen eine Gebühr von 450 Francs und die
Angabe der Zimmernummer öffnete sich der Kanal und die schönsten Bilder kamen
zum Vorschein –aber immer noch ohne Ton- oder auch nicht, wer weiß? Auf jeden
Fall hatte am nächsten Morgen natürlich keiner Mehrkosten in entsprechender
Höhe, zumindest verneinte dies jeder.
Nun wieder zurück zum Ablauf: Nach dem Einchecken und
allgemeinem Duschen trafen wir uns gegen 19.00 Uhr in der Hotelbar und warteten
auf das Großraum-Taxi, welches uns um 19.45 Uhr zum Restaurant fahren sollte.
Welche Freude überkam uns nach dem 2. Bier, alsdie strahlenden Gesichter der “Abteilung PKW“ an die Bar traten. Trotz
wiedrigster Umstände (langweilige Autobahnfahrt, vollbesetzte PKWs, zu kalt
eingestellte Klimaanlagen, Zigarettenrauch, u.v.m.) hatten sie die Fahrt nach
Lanaken auf sich genommen um im Kreise ihrer Lieben die Jahresabschlußfeier
mitzumachen. Wir freuten uns wirklich.
Nun,
das Taxi kam und wir fuhren geschlossen zum Restaurant. Den Abend verbrachten
wir mit reichlich „Fosters“ und verschiedensten Gerichten auf der Basis von Känguruh-,
Emu- und Krokodilfleisch. Die Einrichtung des Lokals war offensichtlich
australischen Busch-Verhältnissen angepasst, auf jeden Fall sehr urig mit
offener Feuerstelle in der Mitte des Raumes, viel Holz, viel Nippes, viele
Kerzen -kurz ausgedrückt-“sehr
gemütlich“.
Gegen 0.30 Uhr machten wir uns auf den Heimweg. In
Ermangelung eines Taxis war unser Heribert so lieb und hat mit seinem “Omega
mit Stern“ für die 4 KM lange Strecke einen Fahrdienst eingerichtet, so daß wir
noch gemeinsam bis ca. 2.oo Uhr die Hotelbar bevölkerten, ehe wir zu Bett
gingen, und die “Abt. PKW“ den Weg nach Hause antrat.
Nach einem ausgiebigen Frühstück wollten wir am nächsten
Morgen die Heimreise über Roermond antreten. Gegen 10.15 Uhr –wir wollten
gerade starten- fing es an zu regnen. Also Ganzkörperkondome angezogen und mit
fröhlichem Grinsen ab durch den Regen, man ist ja kein Weichei.
Vorbei an Maasmechelen führte die Strecke über Roermond bis
zum Grenzübergang Brüggen (Nato-Flugplatz). Hier aßen wir in einem Schnellimbiß
zu Mittag. Der Besitzer wird noch lange an uns denken, da er anschließend das
Vergnügen hatte, unsere hinterlassenen Pfützen wegzuwischen. Als wir von hier
losfuhren, hatte es zwischenzeitlich aufgehört zu regnen, aber nur kurzfristig.
Es ging weiter über Mönchen-Gladbach und Heinsberg Richtung Linnich. Eine
Zigarettenpause nahmen wir zum Anlaß, uns voneinander zu verabschieden um
anschließend während der weiteren Tour hinter Düren in verschiedene Richtungen
weiterzufahren.Gegen 16.30 Uhr waren
wohl alle wohlbehalten zu hause angekommen.
Die einhellige Meinung über unsere Abschlußfahrt: Klasse gelaufen, viel Spaß gehabt, muß
unbedingt wiederholt werden, diesmal bitte mit Allen!