5. J a h r e s t r e f f e n R O Y A L S T A R S G E R M A N Y 2 0 0 1 i n F u l d a
Wenn
in den frühen Morgenstunden über Deutschlands Mittelgebirge die Sonne aufgeht und
mit ihren warmen Strahlen über den grünen Wäldern und sanften Hügelkuppen die
Luft aufwärmt, freut sich der Segelflieger, besonders die Flieger über der
Wasserkuppe. Das Segelflug-Paradies an der Rhön, wo so mancher Pilot seine Eroberung
des Luftraums startete.Es war in 2001
auch das Ziel für die Piloten der königlichen Sternenkreuzers Germany.Das Fulda Geschwaderhatte uns alle eingeladen zum Jahrestreffen in
Fulda.
Wir von Kölner Stammtisch entschlossen uns im Juli
2000, eine Erkundigungstour zu machen
und schon mal Kontakt aufzunehmen mit unseren Kameraden in Fulda. Am Morgen des
22. Juli versammelten sich neunMaschinen unseres Geschwaders und zwei Gastfahrer zum Abflug nach Fulda,
an unsere damalige Sammelstelle bei Traktoren Herden in Hennef.
Unser erster Gastfahrer war der Frank Wieß, ein Bekannter
von Uta und mir und dieser hatte gefragt, ob er uns mal mit seiner Wild Star
begleiten dürfte. Zusammen mit seine Gattin wollte er mal erleben, wie es so ist
„ ..on the road „
Der zweite Gastfahrer fuhr eine Harley…..Auf den Bildern wird man auch die Anderen erkennen,
die jetzt nicht mehr zu unserem Stammtisch gehören. Die Pasteurs und die
Gladows.Auch unser Bernd war damals
mit.Das Wetter sahnicht so gut aus, aber der Vorhersage nach
sollte es besser werden.Mit guter Laune
und einem vollen Tank verließen wir Hennef und rollten gemütlich durchs Siegtal
Richtung Dattenfeld. Dieser nette kleine
Ort - gut bekannt durch die Bikertreffs - Bikers Rast und Burgtreff, wurde unser erster Halt.
Wir machten Pause imBurgtreff und einige von uns bestellten
direkt ein zweites Frühstück, man weiß ja nicht, ob es noch was unterwegs gibt,
oder?Die Bilder sprechen für sich. Wir
waren mal wieder in super Stimmung und nach dieser kleinen Kalorienspritze ging
der Flug weiter.
Wir verließen das Siegtal und es ging hoch Richtung
Rothaargebirge. Überkurvenreiche Waldstraßen, geschmücktmit schönen Panoramablicken, gelangen wir
nach Biedenkopf.In diesem Ort war zufälligerweise Jahrmarkt.Da wir ja Zeit genug hatten und noch etwas zum
Mittagessen brauchten, landeten wir am Markt und gönnten uns ein paar Leckereien. Es gab
zum Abschluss noch einen Kaffee und ein Eis, aber dann ging es weiter Fulda
entgegen. In der Nähe von Fulda trafen wir uns mit einigen Mitgliedern des
damaligen Fulda-Stammtisches in einem Gasthof.
Wir informierten uns über die möglichen Unterkünfte
und was so noch alles auf dem Programm stehen wurde. Nach diesem freundlichen Treffen
brachten sie uns zu unserem Hotel, dem Berghof in Almendorf. Dieses Haus machte
einen schönen Eindruck,wenigsten von
außen. Bild 18 Hotel BerghofWir checkten ein und machten uns fertig für
den Abend.Das Abendessen im Hotelrestaurant
war ok und wir blieben auch noch eine Weile zusammen sitzen. Ein leckeres
Bierchen, ein Witz von Heribert und lustige Kommentare von Uli, da bleibt kein Auge
trocken.
Wir hatten eine Menge Spaß.Doch auch dieser Abend ging zu Ende und Uta
und ich hatten ein Rendezvous mit dem Sandmännchen. Nun gab es aber am gleichen
Abend im Hotel auch ein Hochzeitsfest, dies war der Grund, dass einige von
uns nicht so gut geschlafen hatten. Es war etwas zu laut geworden während der Nacht.
Am nächsten Morgen trafen Uta und ich unsere Zimmernachbaren auf dem großen Balkon
vor unserem Zimmer.Von hier aus hatte
man einen schönen Blick auf die Rhön.
Die Sonne lachte uns entgegen und es würde ein angenehmer
Sommertag werden. Nach dem Frühstück wurde ausgecheckt aber nicht ohne die Beschwerden
über dem Nachtlärm los zu werden durch jemand, der damit eine Reduzierung der Zimmerpreises
bewirkte. Wir versammelten uns auf dem Parkplatz bei unseren Motorrädern.Achim schaute noch mal, ob er die richtige Speisekarte
mitgenommen hatte und dann konnte es losgehen. Wieder nach Hause.
Der erste Kontakt war gut gelaufen, jetzt lief der Countdown fürs Treffen in
2001.
„ Tempus Fugit „
Die Zeit fliegt schnell, manchmal schneller
als es uns eigentlich lieb ist aber wir freuten uns auf das Jahrestreffen in
Fulda.Am 10. Mai 2001 versammelten sich die Mitglieder des
Kölner Stammtisches wieder mal bei „Traktoren
Herden“ in Hennef. Es war ein schöner Frühlingstag
und die Sonne hatte sich uns angeschlossen. Der Jürgen Gladow und die Pasteur`s
überraschten uns mit ihren neu lackierten Maschinen. Bei Jürgen gab es Airbrusch-Motive
aus dem Wilden Westenund Pasteur`s Maschinen waren mit Flip Flop - Effektlack zum
Chamäleon mutiert.
Halb elf starteten wir dann endlich durch und es
ging - wie im Vorjahr - wieder Richtung
Windeck. Natürlich konnten wir es nicht
lassen, hier noch einmal anzuhalten, genau wie im Jahr davor. Wir konnten aber diesmal
draußen auf der Terrasse sitzen, um noch ein Kännchen Kaffee und Kuchen zu
genießen.
Ohne Hektik und Stress genossen wir unsere Pause
und fuhren dann gemütlich weiter Richtung Siegen. In Siegen machten wir unsere erste Tankstop. Nicht nur unsere Bikes brauchten was zu
trinken sondern auch wir. Die Sonne hatte noch ein paar Briketts mehr
draufgelegt und es war richtig heiß geworden.
Nach ein kleine Rast im Schatten der Tankstelle
ging es weiter durch das schöne Siegerland Richtung Fulda in der Rhön. In
Hofbieber wartete das Pony- und Radler Hotel „Fohlenweide“ auf uns.
Kurz vor Erreichen unseres Zieles legten wir noch `ne
kleine Pause ein. Noch einen Blick auf die Landkarte, ob wir auch auf
richtigem Weg waren (was würden wir heute wohl ohne Navi machen, wa?)und dann auf zur „Fohlenweide“, wo uns ein warmer Stall und eine Portion
trockenes Heu gut tun würde. Na ja, ich glaube es war dann doch ein gutes Zimmer
und leckeres Essen,sonst hätte der
Achim sich schon gemeldet. Unsere
mechanischen Rösser parkten wir in der Hotelanlage zwischen den Stallungen und
bezogen dann unsere Zimmer.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück trafen wir
uns an unserenBikes wieder. Ich weiß nicht,
was Einige so getrieben haben während der Nacht - aber plötzlich hatten wir
einen Franzosen unter uns und jemand dachte eine Royal Star mit zwei Zylindern
gesehen zu haben…. Wir machten uns fertig zum Abflug
und fuhren zum Gasthof „Sondergeld“ in Hofbieber, wo erst einmal für das
Jahrestreffen eingecheckt wurde. Wir waren früh dran und es waren noch nicht
viele da.
Nach der üblichen Administration konnten wir dann
die Umgebung erkunden. Wir Kölner
entschlossen uns auf Empfehlung des Fuldaer Stammtisch, eine Almblockhütte auf
einer der Bergkuppen in der Nähe zu besuchen. Einer von den Fuldaern begleitete uns und nach
einer kleinen Tour ging es über eine schmale
Waldstraße ein Berg hoch. Oben angekommen, parkten wir unsere Cruiser und dann mal sehen,
was da oben so geboten wurde. Man hatte
uns nicht zuviel versprochen, der Ausblick
war herrlich und die Hütte war urgemütlich.
Unsere Gruppe nahm Platz an einer der schweren Holztische
im Schatten des Daches.Ein erfrischender Trunk wäre jetzt dass Richtige,
weil die Sonne wieder auf Hochleistung stand. Der Eine ein Radler, der Andere Bier-Cola-Mix,
ein wenig gute Laune und fertig war das
Rezept für einen schönen Vormittag.
Am Nachmittag sah es dann ein bischen anders
aus.Dunkele Wolken hatten sich gebildet
und wir waren unterwegs zu einem kleinen historischen Örtchen mit Schloß und ….
Würstchenbude.Wir mussten natürlich
alle die leckeren Würstchen probieren. Wer als Allererster am Stand war, brauch
ich natürlich nicht mehr zu sagen.
Am späten Nachmittag kehrten wir zurück zur „Fohlenweide“
und machten uns fertig für die Abendveranstaltung am Freitag.Das Hotel hatte uns einen kleinen Minivan als
Shuttle zum Gasthof Sondergeld gestellt. Die Abendveranstaltung spielte sich in
der Tenne des Gasthofs ab.Mittlerweile waren schon die meisten angekommen und wir konnten
zum ersten mal auch ein paar Gäste aus der Schweiz bewundern mit ihren
umgebauten Royal Stars, auch diejenige, die mit ihrer Royal Star Streetfighter
am nächsten Tag den dritten Platz belegte.
Es wurde ein Abend, wo manche neue Ideen für ihre Maschinen
fanden.Zum Beispiel die Verlängerung
der unteren Vance and Hince Auspuffrohre. So gegen Mitternacht ging es wieder
zurück ins Hotel und am nächsten morgen nach dem Gruppenfoto wollten wir die
große Rundfahrt starten.
Am Samstagmorgen bebte der kleine Ort Hofbieber,
als alle ankamen, um sich für die große Tour zu versammeln. In kleinen Gruppen
ging es durch die Rhön über die Wasserkuppe zum schwarzen Moor beim Dreiländer-
Eck.
Die Fahrt war wirklich herrlich - über die sanften Kuppen
hoch und runter durch lang gezogenen Kurven. Wir erreichten gegen Mittag das „Schwarzes
Moor“, wo sich alle Gruppen sammelten. Hier gab es die Möglichkeit, an der Würstchenbude etwas zu Essen
und einen kurzen Spaziergang durchs Moor zu machen. Ein schönes Stück Naturgebiet
mit einem extra aus Holz angelegten Wanderweg. Am Tor beim „Schwarzem Moor“ schossen wir für unseren Kölner Stammtisch
noch ein Foto und machten uns dann
fertig, um mit unserer Gruppe los zu
fahren.
Die zweite Etappe ging weiter durch die traumhafte Landschaft
und brachte uns nach Rönshausen in den Industriepark zum Yamaha HändlerMotokram. Dieser hatte uns alle zum Kaffee
und Kuchen eingeladen.Alle kamen hier
wieder zusammen und danach wird uns von hier aus die Polizei zum Fuldaer
Domplatz begleiten. Wir besuchten den Laden und schauten uns die paar Umbauten
an, die dort ausgestellt waren. Das Gelände
ist ziemlich voll geworden. Später traf dann auch die Polizei ein und es wurde eine Kolonne für die
gemeinsame Fahrt zum Dom geformt. Der Tross setze sich in Bewegung und es ging
los. Eine Kette aus chromblitzendem Stahl zog sich durch die Ortschaften Richtung
Fulda. Auf der Domplatte wartete schon der Herrn Pfarrer Schneider, welcher uns eine Andacht gab undjede RS segnete.
Dann war der Fotograf an der Reihe und es wurde dass große Gruppenfoto
geschossen.
Als alles vorbei war, sollte wir in kleinen
Formationen wieder nach Hofbieber zurückkehren, doch hier lief Einiges
durcheinander und wir mussten uns selbst den Weg zurück suchen.Wir fanden jedoch alle wieder glücklich zum Hotel
und bereiteten uns auf den Abend vor.Der Uli fuhr uns diesesmal alle höchst persönlich im Minivan nach Gasthof
Sondergeld. Der Abend wurde eine lustige Veranstaltung, obwohl es ein bisschen
knapp wurde mit dem Buffet. Auf der Bühne der Tenne begrüßte uns ein Büttenredner,
welcheruns mit seinen Geschichten zum Lachen
brachte und danach standen ein paar schottische Dudelsackspieler im Rampenlicht. Diese wollten unbedingt unseren Uli und Achim
die entsprechenden Tanzschritte beibringen.Voller Begeisterung schwangen
die Beiden unter Begleitung schottischer Pipe Music das Tanzbein. Zum Glück
mussten sie kein Schottenrock anziehen, das wäre bestimmt ein Knaller gewesen,
vor allem wenn man weiß, was man unter so einem Kilt trägt - nicht wahr ?Leider hatte ich kein Reserve-Filmröllchenmit und konnte diese
bewegenden Bilder nicht festhalten. Doch
auch dieser Spaß kam zu einen Endeund
die Zeit flog vorbei. Am nächsten Morgen ging es für die meisten wieder nach Hause.
Doch Uta und ich hatten noch Urlaub und wir wollten in den wilden Osten.Quer durch Thüringen Richtung Berlin,wo wir dann aberim Spreewald hängen blieben.
Während dieser Fahrt wurde
uns klar, was man damals im Osten unter dem Wort „ Umleitung …“ verstand. Es war trotzdem ein schöner
Urlaub und im nächsten Jahr würden wir auch im Staffelstein wieder dabei sein