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HESSEN 2004 Ein Reisebericht 
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Reisebericht  der Abschlussfahrt  2004 nach Bad Emstal zum Grischäfer

                

Am 17.09.2004 trafen wir uns zu unserer Abschlussfahrt nach Bad Emstal auf dem Parkplatz des ehemaligen Traktor Händlers Herden in Hennef. Die bereits Eingetroffenen begrüßten sich in gewohnter Weise sehr herzlich, da man sich teilweise ja schon länger nicht mehr gesehen hatte und wartete auf die, die am nächsten wohnen….wie dat halt so is.... 

Nachdem alle eingetrudelt waren und sich begrüßt hatten wurde beschlossen : „Wir brechen auf"! Unser Tour Guide war natürlich längst ausgemacht und stand bereits fest, auch wenn er noch nichts davon ahnte. Zum ersten Mal mit auf einer Tour dabei waren unsere 2004 auf dem Jahrestreffen  in Waldenburg kennengelernten Freunde Ralf & Silvia Rech, die sich seither beim Kölner Stammtisch zugehörig und  sehr wohl bei uns fühlen.

Achim führte uns zuerst an, durch schöne Landschaften im Sieg-Kreis, bis dann der “ Road Chief “ übernahm. Uli führte uns von nun an durch wunderschöne Landschaften wobei wir auch einen Stop beim Harley Veredler Kodlin in Borken eingeplant hatten, es lag fast auf unserem Weg und war uns einen kurzen Abstecher wert. Wir alle waren stark beeindruckt von den Arbeiten, die in dieser Edel-Harley Schmiede geleistet wurde, wie man auf den Bildern unschwer erkennen kann.

Es ist zwar leider nur Harley, aber tolle Arbeit sollte man einfach anerkennen.


Als wir dann am späten Nachmittag in Bad Ems ankamen, meldeten wir uns an der Rezeption an &und man teilte uns mit, dass unsere Moped`s nicht im Freien sondern in einer Scheune trocken geparkt werden können, worüber wir uns natürlich sehr freuten. Wir waren angenehm überrascht, das äußere Erscheinungsbild des Anwesens, es machte einen hervorragenden Eindruck, so, das man sich sofort wohl gefühlt hat.  Die Zimmer wurden bezogen, das Gepäck verstaut und sich für die ersten Drinks landfein gemacht. Von überall her hörte man, die Zimmer sind aber sehr gemütlich, urig und einfach total knuffelig. Die äußere und innere Anlage war sehr gepflegt, obwohl es ein echtes Altertümchen war. Das nähere Umfeld wurde nun in Augenschein genommen, ebenfalls der Saal, in dem wir abends auf mittelalterliche Art Speisen würden, selbst dieser entsprach genau unseren Erwartungen.

Von ein paar Bierchen und einigen Drinks gestärkt bezogen wir Stellung an dem für uns reservierten Tisch. Die Bedienung brachte erst einmal Bier, aber nicht in Gläsern, sondern in Tonkrügen, so, wie es im Mittelalter aus solchen Gefäßen halt getrunken wurde. Zur Einstimmung auf unser Rittermahl wurden als kleine Appetit-Happen frisch geschnittenes Gemüse und Brot serviert, eben rustikal. Was nun folgte, hatten wir alle fast vermutet. Ein jeder von uns bekam wie der Rheinländer sagt ein  "Schlabberdötzje“, zu Hochdeutsch ein Schlabberlätzchen an. Passend hierzu wies der Wirt jeder Person eine Kopfbedeckung zu, man höre und staune, einer bzw. einem jeden stand sie dann auch tatsächlich, wir haben uns köstlich amüsiert. Das Essen wurde gereicht und es schmeckte jedem, wir hatten eine sehr ausgelassene und fröhliche Stimmung in unserem Saal, was man von unseren Nachbarsälen nicht behaupten konnte, da war Totenstille angesagt. Hiervon ließen wir uns aber nicht beirren und feierten lustig weiter. Zu später Stund verirrte sich der ein oder andere nach dem Toilettengang einmal an die Bar. Man trank auch dort eine Kleinigkeit, wunderte sich aber über eine gewisse Klientel, die dort bereits Platz genommen hatte und sich den harten Jungs von Bikern recht zugetan fühlte. Mann unterhielt sich recht angeregt. Ihr könnt euch ja sicherlich alle vorstellen, wie entsetzt wir alle waren, als wir erfuhren welch eminente Persönlichkeit uns Ihre Ehre erwies. Es war noch lange Gesprächs Thema bei uns und wir amüsierten uns köstlich, dass einige unserer Herren angeregt Konservation betrieben, nur hiervon nichts merkten.

Es war schon in den frühen Morgenstunden, als wir bemerkten, dass auch eine Hochzeitsgesellschaft gemeinsam mit uns in diesem Ambiente einen Saal gebucht und gefeiert hat. Als ein gewisser Herr unter uns das wohl raus hatte (ihr wisst alle wen ich meine) war er nicht mehr zu halten und musste erst einmal die Lage peilen. Just zu dieser späten Stund wurde uns von einem Alphornbläser ein Ständchen geblasen. Als sich das Ständchen dann dem Ende neigte, dem wir alle draußen an der frischen Luft unsere Aufmerksamkeit widmeten, merkten wir doch, das es schon ganz schön spät war.

Folge dessen, so gegen 04:30 Uhr befanden wir dann alle, dass wir müde waren und  eine Mütze voll Schlaf benötigten. Gesagt, getan, alle gingen zu Bett. So gegen 10:00 Uhr trafen wir uns denn alle wieder zum Frühstück, was sehr üppig, rustikal & lecker war. Leider konnte der ein oder andere noch nichts so Festes bei sich behalten, musste wohl oder übel auf das super Frühstück verzichten. Etwa gegen Mittag bestiegen wir unsere Moped’s und machten bei tollem Wetter eine super schöne Tour zum Eder Stausee & Staumauer, die im zweiten Weltkrieg bombardiert &undteilweise zerstört wurde. Wir besichtigten Schloß Waldeck, von wo aus man einen tollen Blick auf den gesamten Eder Stausee hat, dessen gesamt Länge um den See  ca. 27 km beträgt.  

Selbstverständlich, wie konnte es anders sein, mussten wir mehrere Snack-Stop’s einlegen, um den Blutzuckerspiegel unseres immer Hunger leidenden stillen zu können. Gestärkt konnte dann die Etappe fortgesetzt werden in Richtung Kassel zum Herkules Denkmal. Hierzu mußten erst einmal unsere Moped’s geparkt und abgestellt bzw einige Höhenmeter überwunden werden, ging bei einigen ganz schön auf die Substanz…..nennt man auch Alkohol-Verdunstungsstunde. Oben angekommen, entschädigte aber die Aussicht bei wunderschönem Wetter auf den Schlossgarten Richtung Kassel, die wir eine ganze Weile genossen, ( auch der Erholung wegen ).

Als wir bereits wieder auf dem Parkplatz bei unseren Moped’s angekommen waren, juckte es einen unserer Jungs, sein Moped mit der Fernbedienung zu starten um Eindruck auf einige Bewunderer unserer Schönheiten zu machen. Leider führte das, weil noch ein Gang eingelegt war, fast zum Fiasko. Das dürfte eigentlich bei richtiger Installation so nicht passieren. Schande über die Edel Schmiede die dieses so fehlerhaft installiert bzw. versaubeutelt hat, sie ist übrigens aus Köln….Bad M. Gott sei Dank machte die Maschine nur einen kurzen Satz und weil der Fahrer direkt daneben stand, konnte er sie auffangen, so, das nichts Gravierendes passiert ist. Mann stelle sich vor, so etwas passiert und man steht nicht daneben, Beulen, Lackabplatzer so wie Riefen im Chrom sind dann garantiert. Wie sagt der Rheinländer doch “ et hätt noch imme  jot  jejange “

Von hier aus  fuhren wir wieder Richtung Unterkunft, mußten aber der Stärkung wegen noch  einen Stop einlegen, um uns ein kleines leckeres Stückchen Kuchen und eine Tasse Kaffee einzuverleiben. Als wir am frühen Abend wieder zurück waren, sagten alle einstimmig, das war ein super schöner Tag. Unser Abendessen dauerte diesmal nicht so lange, denn wir hatten ja am nächsten Morgen wieder eine lange Heimreise anzutreten. Beim Frühstück ließ man alles noch einmal Revue passieren und befand, dass es eine klasse Tour gewesen ist, die unbedingt wiederholt werden sollte.

 

 

 

Herzlichst   Karl, der mit dem Silversurfer

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