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….oder für mich persönlich so ein bisschen Abschied von meinem zweiten Wohnsitz in Walldorf nehmen. Im September diesen Jahres geht meine Verbindung mit Walldorf zu Ende und ich kehre ich wieder heim nach Hennef. Was in 2006 so gut gelungen war, konnte man doch noch mal wiederholen - oder? Ich wollte allen, die damals nicht dabei waren oder nicht konnten, noch einmal die Chance geben, die Schönheit der Pfalz zu genießen. Die Tour und das Hotel würde das Gleiche sein, wie vor vier Jahren. Ich hoffte nur noch auf schönes Wetter. Es war eine kleine Gruppe, die sich am 06. August 2010 morgens früh beim Burgerking in Hennef traf. Mit von der Partie waren unser Achim, Karl, Kalle, Kandy mit Gilla und unseren Neueren: der Jürgen und der Arnold mit seiner besseren Hälfte,…
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…oh ja, auch meine Uta würde uns mit ihrer eigenen Maschine begleiten. In 2006 war sie zusammen mit Bernd im Auto hinter uns gefahren, es ging ihm damals schon nicht so gut. Im Gedanken war Bernd auch mit uns, auf dieser Tour, es ist schon ein Jahr her, dass er von uns gegangen ist.  Die Voraussichten fürs Wochenende waren gut. Schönes Wetter war angesagt - wenigstens bis Sonntag. Abfahrt war geplant so zwischen 10.00 und 11.00 Uhr. Alles ohne Hektik, einige hatten ja schon einen langen Anreiseweg nach Hennef. Inzwischen machten wir uns draußen bei Burgerking gemütlich und auch Mo war vorbei gekommen, um uns eine gute Fahrt zu wünschen.
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Wir freuten uns alle auf ein paar schöne Tage und die Sonne schloss sich uns an. Nachdem alle eingetroffen waren, mussten wir auch schon losfahren, weil wir ein Rendezvous mit Hans gegen 12.00 Uhr bei Koblenz hatten. Unsere kleine Gruppe setzte sich in Bewegung und sieben Royal Stars und eine Triumph fuhren über die Autobahn Richtung Bonn. In Bonn ging es dann auf die B9 und entlang dem Rhein fuhren wir Koblenz entgegen. Wie geplant - und besser wie die Deutsche Bahn - erreichten wir die Königsbacher Brauerei, wo der Hans auf uns wartete.
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Wir machten eine kurze Pause und es ging weiter durchs Rheintal Richtung Bingen. Bei St.Goar gegenüber der Loreley hielten wir an. Die Loreley hatte uns mit ihrem wunderschönen Gesang verzaubert und lockte uns zum Rhein. Zum Glück stand eine große Imbissbude am Fluss und der Duft von Pommes und Currywurst brach den Zauber. So genug geträumt … die Imbissbude war echt und außerdem war Mittagzeit: also ran an die Frikandel!
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Unser Mitglied, das immer am schnellsten an der Bude ist, hatte dieses mal das Nachsehen. Er war zwar als Erster da, aber wurde von der netten Thai-Bedienung nicht sofort bedient. Wir ließen es uns  schmecken und genossen die kleine Pause mit Blick auf die sagenumwobene Loreley. Mit vollem Magen lässt sich besser fahren und bald drauf ging es weiter Vater Rhein entlang. Bei Bingen verließen wir das Rheintal und es ging Richtung Alzey. Wie bei der ersten Pfalztour und obwohl ich einige Wochen vorher die Tour noch mal erkundet hatte, gab es eine Umleitung, die uns von meiner vorgesehenen Strecke abbrachte. Dies hatte zur Folge, dass wir durch die Innenstadt von Alzey fuhren und auf einer Landstraße landeten, die nicht in meinen Fahrplan passte. Moderne Zeiten, moderne Navigation …( hahaha…..damit haben wir schon einige Überraschungen erlebt nicht war?) Na ja, ich entschloss mich, mein Navi einzuschalten und siehe da, bald waren wir wieder auf dem richtigen Weg. Ein paar Kilometer weiter entlang einer schönen Landstraße durch die Felder der Pfalz, wollte ich noch mal eine Pause einlegen.  Wir erreichten einen höher gelegenen Parkplatz mit einem super Ausblick in die Pfälzer Landschaft. Die richtige Gelegenheit für ein bisschen Fotoschooting.
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Man hätte sich ja auch noch ein paar Blümchen dazu pflücken können, wenn man gewollt hätte. Ein Feld mit Schnittblumen bot dazu die Gelegenheit. Nach dem Jux und Spaß ging es weiter zum Deutschen Weintor bei Neustadt. Wir wussten noch von damals: hier gibt es leckere Torten und Kuchen mit Kaffee. Wir fuhren durch schöne Winzerorte weiter und erreichten unser Ziel planmäßig gegen 16.00 Uhr. Teatime, wie die Engländer sagen würden. Die Terrasse war so gut wie leer und außer 3 Besuchern hatten wir den Platz für uns allein.
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Im Cafe suchten wir uns ein leckeres Stückchen Kuchen aus (Manche auch zwei) und danach  Ausruhen auf der Terrasse. Unter den großen Sonnenschirmen war es angenehm und man konnte die Fontäne im Teich beobachten, der direkt neben der Terrasse lag. Beim Blick auf den Teich fiel uns auf, dass dieser voller nackter Frauen war. Mann machten wir alle Stielaugen. Das hättet ihr wohl alle gerne gehabt nicht wahr ? Leider wahren es nur Karpfen
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Wir nippten unseren Kaffee und genossen den Kuchen. Es ist ja richtig schön, wenn man ohne Zeitdruck so verweilen kann, nur ich hatte ja einen Tisch für unsere Gruppe reserviert, so gegen 19.30 Uhr beim Erbprinzen in Walldorf.  Nach unserem Kaffeestündchen ging es also flott weiter Richtung Walldorf. Gegen 18.00 Uhr rollten unsere Royals ins Endziel. Direkt am Eingang des Ortes tankten wir die Bikes voll und ich sorgte dafür, dass jemand zum Dörnersches Haus kam, zwecks Schlüsselübergabe. Sobald  sich jeder eingefunden hatte in diesem historischen Gemäuer, konnten die Maschinen in der Tiefgarage geparkt werden. Dann war es allerhöchste Zeit, sich fertig zu machen für denn Abend.
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Inzwischen hatten sich Ralf und Silvia aus Karlsruhe gemeldet und würden sich uns anschließen, um zusammen den Abend zu verbringen. Pünktlich erschienen wir im Erbprinzen und bekamen wir eine gemütliche Ecke zugewiesen.  Es ist ein schönes Restaurant im alten Stil. Die Speisekarte hatte eine reiche Auswahl an leckeren Speisen, von fein bis deftig alles dabei. Jetzt noch ein gutes Bier und es wurde auf das Wochenende angestoßen.  Alle hatten einen guten Hunger und das war auch gut so, weil die Gerichte reichlich und sehr schmackhaft waren.  Mittlerweile sind auch Ralf und Silvia angekommen und setzten sich zu uns.
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Der Abend flog vorbei und nach dem Essen setzten wir uns draußen auf den Marktplatz, der als Terrasse benutzt wird. Sommerabende haben in Walldorf ein ganz besonderen Flair, überall auf den Tischen brennen Kerzen, Lämpchen und im Marktplatzboden sind blaue Lichter eingelassen. Die Kirche wird speziell beleuchtet und am Wasserspiel wechseln die Farben. Wir hatten viel Spaß und Ralf konnte es natürlich nicht lassen, ein paar lustige Sprüche loszulassen - zu jedermanns Vergnügen.
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Diese laue Sommernacht war noch jung, doch für mich rief so gegen 23.30 Uhr das Bett und auch die Anderen waren müde. Ralf und Silvia kehrten zurück nach Hause aber wollten versuchen, uns am nächsten Tag am Johanniskreuz zu treffen. Nach einer erholsamen Nachtruhe und einem feinen Frühstück trafen wir uns Samstagmorgen in der Tiefgarage wieder.
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Die Maschinen wurden startklar gemacht und gegen 10.00 Uhr fuhren unsere Royal Stars unter strahlender Sonne Richtung Speyer. Bei Speyer über die Salierbrucke und weiter Richtung Neustadt durch die Ausläufe des Pfälzer Waldes bis nach Haardt und Gimmeldingen, auch genannt - „der Balkon“ der Pfalz. In dieser kleinen hübschen Ortschaft machten wir Pause und ließen uns von der Sonne streicheln. Gilla und Uta versuchten sich mal als Model und der Jürgen machte es sich unter den Weinreben gemütlich, während die Anderen in die Ferne guckten.
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Gilla unter der wein  -  Pfalztour 2010  1.jpg
Jürgen unter den Weinreben - Pfalztour 2010.jpg
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Nach diesem kleinen Aufenthalt machten wir eine Schleife um Neustadt und machten uns auf den Weg zu unser zweiten Etappe mit Ziel Bad Dürkheim. Ich lenkte unser kleines Grüppchen durchs Nonnental, die Berge hinauf über eine breite kurvenreiche Strasse. Diese graue Asphaltschnur wird oben zu einer kleinen schmalen Kreisstraße, die sich kilometerlang durch den Wald bergauf bergab schlängelt. Entlang dieser herrlichen Waldstraße, liegt auch der Kurpfalz Park. Ein Freizeitpark im tiefsten Grün versteckt. Wir erreichten danach wieder die bewohnte Welt und fanden uns mitten im Weinbaugebiet unweit von Bad Dürkheim wieder. Inzwischen war es Mittag geworden und über die nächste Umleitung erreichten wir das Riesenfaß von Bad Dürkheim. Wir parkten direkt an der Terrasse und schon waren alle Blicken auf unsere chromblitzende Sternenkreuzer gerichtet.
Uns interessierte ein Platz, wo wir alle zusammen sitzen könnten. Leider war nur noch ein Tisch und vier Stühle frei. Aber da kennt man unseren Hans noch nicht, der weiß was von Anpacken und ruckzuck hatte er noch ein Tisch und die restlichen Stühlen besorgt.
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eine gemütliche runde am Dürkheimerfaß - Pfalztour 2010.jpg
Ein erfrischendes Getränk, eine Kleinigkeit zum Essen und eine gute Stunde später hieß es wieder: „ on the road again“. Nächster Halt war das Johanniskreuz. Es ist eine sehr schöne Strecke , mit vielen Kurven bis dahin, hoch und runter - aber leider gibt es auch einige Idioten, die denken dass man hier seine privaten Rennen ausfahren muss. Das Resultat: einige Strassen rund ums Johanniskreuz sind absolut verboten für Motorräder. Schade ist aber, dass diejenigen die sich normal verhalten, direkt damit bestraft werden. Wir genossen trotzdem die Fahrt dahin und wegen dem guten Wetter war auch was los an diesem beliebten Motorradtreff.
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Ein  Reisebericht  von  Patrick DeMaeyer
Auch der Ralf hatte sich wieder bei mir gemeldet und wollte so gegen halb drei am Johanniskreuz zu uns stoßen. Es wurde aber etwas später und nachdem sich die Beiden mit Motorrad uns angeschlossen hatten,  mussten wir weiter zu Ingrid. Hier gab es wieder Kaffee und Kuchen. Gentleman start your engines… und kurz darauf steuerten wir unsere Dickschiffe durchs dichte Laub des Pfälzer Waldes zum Hermesbergerhof zum Cafe Ingrid.  Die Ingrid hatte uns noch nicht vergessen, obwohl es schon so lange her war, dass wir sie das erste Mal besucht haben. Ein Gruppenbild von unserem ersten Besuch hängt noch immer bei ihr im Flur. Wir nahmen alle wieder Platz an dem gewaltigen Marmortisch und streichelten unseren Gaumen mit feinstem Kaffee und Kuchen.
Bei Ingrid  - Pfalztour 2010  1.jpg
Bei Ingrid - Pfalztour 2010  4.jpg
Natürlich war es ein Muss, noch mal ein Gruppenbild zu schießen mit dem ehrwürdigen Schildkrötenreiter, diesmal ausgestattet mit Chromhelm und dunkler Sonnenbrille. Die Zeit lief uns davon und wir hatten noch einige Kilometer vor uns. Bei Ingrid nahmen wir Abschied von Ralf und Silvia und die Fahrt ging weiter.
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Den Berg wieder runter und ab Richtung Pirmasens und Bad Bergzabern. Wir fuhren durch die Wälder gespickt mit schroffen Felsen, bis wir hinter Bad Bergzabern wieder ins offene Land mit Wiesen und alten Baumgärten gelangten. Eigentlich hatte ich noch einen letzten Halt vorgesehen bei einer schönen Deichkrone kurz vor Speyer.

Doch die Zeit reichte nicht mehr und dazu kam, dass wir wieder mal in eine Umleitung gerieten. Also wurde ein direkter Kurs auf Walldorf genommen. Mit dem letzten Tropfen Sprit im Tank erreichten wir Walldorf. Nach dem routinemäßigen Tanken und Duschen fanden wir uns auf dem Markt an der Marktstube wieder. Hier hatte man für uns alle einen Tisch draußen auf dem Marktplatz reserviert. Nach einer Weile waren alle da, doch einer fehlte noch: Hans war nicht zum Appell erschienen. Einen Anruf bracht die Erklärung: Hans war mal kurz eingeschlafen. Doch danach dauerte es nicht lange und er war auch da. Wir hatten noch einen angenehmen Abend. Obwohl das Essen ok gewesen war, konnte Kalle es doch nicht lassen, später noch einen Wurstsalat vom Erbprinzen zu verspeisen.
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Der Kalle und sein Wurstsalat von Erbprinzen - Pfalztour 2010.jpg
Jürgen und sein eis - Pfalztour 2010.jpg
Der Abend ging zu Ende, denn Sonntagmorgens werden wir wieder im Sattel sitzen,  wir wünschten eine gute Nacht und gingen heim. Nächsten Morgen war es zwar nicht am Regnen, aber Wolken waren da und man hörte Berichte von schweren Regenfällen, die sich über Deutschland breit machen sollen. Statt über die Landstraße gemütlich nach Hause zu fahren, entschieden wir uns erst einmal ein Stück Autobahn zu fahren und abzuwarten, wie das Wetter sich zeigen sollte. Der Donner der Royal Stars rollte durch Walldorf und kurz darauf waren wir auf der A5 Richtung Frankfurt.
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Wir erreichten problemlos Rasthof Medenbach auf der A3. Das Wetter hatte sich gehalten, was uns dazu brachte, die nächste Ausfahrt die Autobahn zu verlassen und durch den Taunus und Westerwald nach Hause zu fahren. Wenigstens bis Hennef – denn alle, die noch weiter mussten, konnten von da aus direkt auf die Autobahn. So kam es, dass wir alle noch bis Limburg zusammen blieben. Hier entlang der B8 gab es ein Döner und Pizza Restaurant. Die Anzeige unserer Mägen stand wieder auf Hunger und Mittagzeit. Die freundliche Bedienung machte für uns einen Platz im Biergarten frei und wir konnten bestellen.
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Nach dem Essen würde der Hans uns verlassen und der Strasse Richtung Koblenz folgen, Uta, Jürgen, Gilla und Kandy wollten über die Autobahn weiter. Achim, Karl, Arnold, Kalle und ich wählten die Landstraße. Wir verabschiedeten uns und die Reise ging weiter. Achim und ich trennten uns von Karl und Arnold in Hennef an der Tanke. Kalle hat sich schon unterwegs ausgeklinkt. Als ich die letzten 100 Meter vor meinem Garagetor erreichte,  fing es an zu regnen. Achim und ich hatten wieder Glück und blieben trocken. Ich war aber verwundert, dass meine zweite Hälfte noch nicht zu Hause war, da sie doch mit über die Autobahn gefahren war. Nach ungefähr 10 Minuten hörte ich dass Gerassel der Triumph. Uta und die Anderen hatten viel Zeit verloren, um die Autobahn zu erreichen und waren voll in den Regen gekommen. Sie waren klitschnass, aber ohne Unfall nach Hause gekommen. So ging ein schönes Wochenende zu Ende und wer weiß: Wiederholung in 2 Jahren? Aber dann bitte ohne Umleitungen, irgendwie kamen da Erinnerungen hoch an eine von meinen ersten Ost-Touren.

        

 

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