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Die Odyssee des Südens (Teil 1)
(…oder PLEITEN, PECH und PANNEN) Erstes Kapitel : die Hinreise
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Wer von uns hat in der Schule während der so
spannenden Geschichtsstunden nichts über griechische und römische Mythologie
mit bekommen und von der Odyssee gehört. Dieses fantastische griechische
Heldenepos aus der Antike von Homerus, wo sich der Held Odysseus nach der
Schlacht von Troja auf Heimreise begab
und über 10 Jahre von einem Schicksal in das Andere gerät. Endlich zu Hause angekommen, findet er
heraus, dass seine Frau fremdgegangen ist und ein dutzend Liebhaber hat. Nun wir sind keine griechischen Helden, aber
es gab nach dem Jahrestreffen von Bad Boll 4 Royalisten, die planten, sich zehn
Tage lang von Spaniens Sonne so mal richtig verwöhnen zu lassen. Unsere vier
Sternenreiter ahnten aber nicht, was da so alles auf sie zu kam...
Es fing eigentlich
schön an. Am Sonntag, dem 5. Juni 2011 war das Jahrestreffen der königlichen Sternenreiter zu Ende und es
ging für die meisten Teilnehmer auch wieder nach Hause. Die Vier verabschiedeten sich von ihren
kölschen Brüdern und so gegen halb elf starteten die schwerbeladenen
Maschinen. Das Ziel der erste Etappe war
die Schweiz. Besser gesagt der schöne
kleine Ort Sins, nicht sehr weit von weg von Zürich. Hier wollten wir bei Bertrams Schwester
übernachten.
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Wir ließen das
Seminaris Hotel hinter uns und ich führte unsere kleine Gruppe erst einmal zum
tanken. Die Sonne lächelte uns entgegen
und es sah aus, als ob es ein schöner Tag werden sollte. Die Spritfässer
gefüllt, noch einen kühlen Drink für unterwegs und dann ging’s über Berg und
Tal Richtung dem Land der Eidgenossen. Wir folgten noch einem Teil der Route, die wir samstags schon gefahren sind. Schön kurvig und steigend bis zu 840 Meter
hohen Bergkuppen rollten unsere Räder über den grauen Asphalt der Landstraße.
Nach einer Stunde, ein paar Umleitungen weiter, machten wir unsere erste kleine
Pause auf einem einsamen Parkplatz an der Straße zwischen Wald und Feld. Es war ein ruhiger Sonntag, nur ein paar
andere Motorradfahrer fuhren
vorbei, sonst war die Strasse leer. Am
Himmel hatten sich ein paar Wölkchen gebildet, jedoch sah es noch immer gut
aus. Nach zehn Minuten Pause ging die Reise weiter
und mein Navi steuerte uns durch diese
schöne Landschaft Richtung Schweizer
Grenze.
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So gegen ein
Uhr wurde es richtig heiß und wir entschlossen uns, eine Kaffeepause
einzulegen. In einen kleinen netten Ort
fanden wir eine Eisdiele mit Außenterrasse. Motorräder in sichtweite geparkt und schon konnten wir uns an einem leckeren Eiskaffee vergnügen. Wir hatten Zeit und nach dieser kleinen
Erfrischung fuhren wir weiter aber nicht
ohne, dass das Navi uns mal irre durchs Dorf geschickt hatte.
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Auch die Bikes brauchten mal wieder Saft, also ran
an die Zapfsäulen. Hier entschlossen wir
uns Richtung Schaffhausen zu fahren und uns die den Rheinfall anzusehen.
Achtung ! Schaffhausen liegt in der
Schweiz und nicht in Deutschland. Gut zu wissen, vor allem wenn man sein Navi
programmiert und sich plötzlich fragt, warum dass Ding nach Ingolstadt fahren
will… Vielleicht waren wir den alten Griechen hinterher gesegelt.., ich mein
gefahren.
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Als wir dann die Schweizer Grenze erreicht hatten ,
sah es mit dem Wetter nicht mehr so gut aus. Es bildeten sich dunkle Wolken
Richtung Schaffhausen. Bertram, Achim und Kalle hatten noch kein Pickerl
für die Schweizer Autobahn. Mit 31,50
Euro sind sie dabei, ein ganzes Jahr lang, auch wenn sie nur ein Tag hier
verweilen. Die Schweizer wissen, wie sie
ihre Kassen füllen können… Das Pickerl
irgendwo wo ans Bike geklebt und auf ins Land von Wilhelm Tell.
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Wegen der knappen Zeit und dem Wetter, änderten wir
wieder unseren Kurs und steuerten auf Sins zu. Komischerweise waren wir
plötzlich wieder in Deutschland und
ein wenig später zurück in der
Schweiz. Man fährt über einen Zipfel von
Deutschland die Landstraße entlang, welcher in der Schweiz liegt. Später zurück auf der Autobahn und nach einem
kurzen Stau, machten wir noch einmal Pause. Die Sonne hatte sich wieder mit einem strahlenden blauen Himmel
angemeldet. Wie wir später hörten, waren die Götter den Heimkehrern von Bad
Boll nicht so gnädig gewesen. Auch wir sollten von Zeus noch reichlich mit
Wasser beschenkt werden. Auf dem
Parkplatz, auf dem wir hielten, entdeckten wir ein unbekanntes rotes Auto. Ich schaute mir das mal an und fand heraus,
dass es sich um eine seltene Lancia Flavia Zagato handelte.
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So gegen fünf erreichten wir dann Sins und wir wurden sehr gastfreundlich von Bertrams Schwester und ihrem Mann empfangen. Unsere Maschinen fanden sogar ein Plätzchen in der Garage. Auf der Terrasse im Garten wurde dann erstmal angestoßen und wir genossen den super Ausblick auf die Berge und das Dorf. Der Abend endete mit einem leckeren Essen im Restaurant und noch einem Absacker auf der Terrasse.
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Dann ab ins Träumeland, weil am nächsten Tag eine größere Strecke durch
die Schweiz nach Frankreich bis St Maurice en Trève auf 60 Km von Grenoble geplant war. Montagmorgens nach dem Frühstück nahmen wir
dankend Abschied von Bertrams Schwester und ihrem Mann und fuhren Sins erst einmal einkaufen, damit wir
abends wenigstens noch etwas zu Trinken hatten. Unsere Motorradtaschen sind gefüllt und es ging weiter durchs Emmental,
Ihr wisst schon, hier kommt der bekannte Schweizer Käse her. Ein wunderschönes Tal mit Bergen und Bergwiesen. Die
typischen Bauernhäuser der Region mit ihren riesigen Walmdächern sind schön und
interessant. Wir durchquerten dieses Tal
weiter Richtung Bern. Unterwegs mussten
wir natürlich auch tanken. An einer
kleinen Tankstelle in einer der Ortschaften hielten wir an. Nicht zu vergessen, dass man hier mit
Schweizer Franken bezahlen muss aber mit der Karte geht´s natürlich auch. An
der Kasse gab´s dann doch noch ne Überraschung: es war als ob Bulli aus Raumschiff Enterprise plötzlich da stand. Der
Schweizer Artgenosse hinter der Theke sah nicht nur so aus der redete auch noch
so und als der Achim nach dem Toiletten-Schlüssel fragte, leuchteten seine
Augen komisch auf… Wir verließen unversehrt diese rosa Tankstelle und lenkten
unser Stahlrösser weiter durchs Emmental. Bei Bern gelangen wir dann auf die Autobahn und es ging es zügig weiter
Richtung Genf. Inzwischen war es wieder
Mittag geworden und wir hielten auf einem großen Rastplatz der Autobahn an.
Hier in der Nähe musste es einen Militärflugplatz geben, weil man ständig Düsenjets hörte und an der Einfahrt des
Rasthofes eine Mirage auf dem Sockel
stand. Mc Donalds freute sich über
unseren Besuch und wir wurden mit den nötigen Kalorien bedankt. Nach diesem exquisiten Mahl wollten wir weiter reisen, doch dann kam der
Kalle mit der Meldung: "Mein Lenker ist ein wenig locker". Wir versuchten dies noch auf dem Parkplatz zu
korrigieren, aber keiner von uns hatte der richtige Schlüssel dazu. Zum Glück war es nur halb so schlimm und der
Lenker war trotzdem noch fest genug, um weiter zu fahren.
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Vorbei an schönen Seen und etlichen Tunnel,
erreichten wir Genf. Weiter Richtung Aix
les Bains und bald darauf gab es auch schon die erste franzosische
Autobahnmautstelle. Wir machten noch mal
eine kleine Pause und checkten unsere Karten. Die Sonne hatte uns den ganzen Tag nicht im Stich gelassen und ein
kleines Mittagsschläfchen hätte gut getan, aber wir mussten natürlich weiter.
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Die Strecke führte
uns durch die Rhône-Isère- Region, links und rechts gab es große Berge,
manchmal auch mit riesigen Felswänden. Es war eine wunderbare Landschaft. Nach etlichen Kilometern und ein
paar Mautstellen weiter ist die Autobahn zu Ende und wir wechselten auf die
Landstraße. St. Maurice en Trèves war
eigentlich nicht mehr so weit weg. Doch Kalle musste auf Reserve umschalten und auch unsere
Maschinen hatten die Benzinanzeigen schon an.
Wir besaßen zwar ein paar kleine Reservekanister mit Sprit, aber in
dieser Bergregion sind Tankstellen nicht
dicht gesät. Wir fuhren dann weiter und
die Bergstraße schlängelte sich hoch und runter. Ich sah ein Anzeigeschild für eine Tanke in der Nähe eines
Campingplatzes und dacht schon, wir haben es geschafft. Doch als wir das Ziel
ereichten, war keine Tankstelle mehr da (waren die Götter gegen uns?). Auch Bertram stand inzwischen auf Reserve. Wir näherten uns St.
Maurice und plötzlich in einer Kurve ein
Schild: Tanken auf 700 Meter. Erleichterung, ein Tankplatz wie eine Oase in der Wüste. Die Frau an der Theke sagte, dass es tatsächlich nicht so viele
Möglichkeiten in der Regio zum Sprit
auffüllen gibt. Wir hatten jedoch unser
Ziel erreicht und Bertram (der schon mit Achim in 2005 hier gewesen ist),
führte uns ein paar hundert Meter weiter, direkt zum Hotel Le Chalet.
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Dieses nettes Haus liegt ein bischen tiefer, ganz
versteckt von der Hauptstraße weg. Bertram lotste uns bis vor die Zimmer runter. Die kleinen - aber netten - Unterkünfte lagen
unterhalb des eigentlichen Haupthauses (Restaurant). Wir konnten unsere
Maschinen direkt am Zimmer parken.
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Monsieur Max hieß uns willkommen und
teilte uns mit, dass es ihm egal ist,
welches Zimmer wir nehmen, wir waren sowie so die einzigen Gäste. Wir hatten schon sieben Uhr, also wurde schell abgepackt und sich für einen gemütlichen Abend fertig gemacht. Den ganzen Tag auf dem Bike regt denn Hunger
an und Lust auf ein frisch gekühltes Bierchen hatten wir auch. Wir nahmen Platz auf der Panoramaterrasse mit
Blick auf die Berge. Max Frau, die uns
bediente, sorgte für`s Bier und ein paar amuse geuls ( Knabbereien ). In der kühlen Abendluft in dieser herrlichen
Umgebung stießen wir an auf eine schöne Tour…
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Bis dahin war doch alles gut gelaufen oder? Na ja da war noch etwas mit einen Lenker,
aber dies war ein Fall für den nächsten Tag. Es wurde dann doch etwas zu kühl und wir wechselten unseren Platz ins
innere des Restaurants. Mr. Max ist auch
der Koch des Hauses und ist in der ganzen Region bekannt für seine gute Küche. Wir bestellten alle vier ein komplettes Menu und ließen es uns richtig gut gehen. Die Bilder sprechen
für sich. Vom leckeren Likörchen über herzhafte Salate und mehr, ein Fest für den Gaumen und wichtig, alles
bezahlbare Preise. Nach dem Essen luden wir ihn ein und wir plauderten noch ein
bischen über Gott und die Welt.
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Diesen gelungenen Abend schlossen wir vor
unseren Zimmern mit einem letzten Drink
aus unseren Vorräten ab. Am Morgen danach sah es mit dem Wetter nicht so gut
aus. Es regnete und die dunklen Wolken
über den Bergen versprachen nicht viel Gutes. Mr Max sorgte für ein einfaches aber gutes Frühstück und half uns auch
mit seinem Werkszeug, um Kalle´s Lenker
wieder fester anzuschrauben.
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Die Regenpelle übergestreift, machten wir uns wieder auf den Weg. Wir hielten uns an den Plan, trotz Regen
durch das Tal der Drôme zu fahren. Die
Landstraße führte uns weiter durch die Berge, aber nach ein paar
Kilometern ging es bergab, wir fuhren
weiter durch ein karges Land mit niedriger Vegetation. Hier und da standen alte
verlassene Häuser auf den unmöglichsten Stellen - steile Felsen. Doch die bewohnte Welt kam zurück und nach
ein paar weiteren Ortschaften, gelangen wir auf eine Straße, welche sich durch
das Tal der Drôme bahnte. Eine wunderbare Spur entlang
mittelalterlicher Dörfer, zwischen Hügel und Felsen, durch schmale
Schluchten, fast wie eine Zeitreise in
die Vergangenheit.
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Am Ende dieses Tales entschlossen wir uns dann, soweit es ging auf
der Landstraße zu bleiben. Diese läuft fast parallel mit der Autobahn in
Richtung Süden. Je weiter wir in diese Richtung fuhren, umso wärmer wurde es
und bald waren wir mitten in den ersten südlichen Weinanbaugebieten. Bei einem dieser Weingüter hielten wir kurz
an und zogen unsere Regenklamotten wieder aus - mit der Hoffnung sie nicht
wieder anziehen zu müssen. Wir
schwangen uns wieder in den Sattel und fuhren durch Alleen und die mit alten
Platanen gesäumte Straße unter einem grünen Dach dem Süden entgegen. So um die Mittagszeit waren wir in einer
kleinen Stadt in der Nähe von Avignon angelangt. Im Zentrum dieses Ortes fanden wir noch einen
Platz im Schatten „ chez Zoltan“. Das Essen war ok und nach dieser kleinen
Mittagspause hieß es wieder: ON THE ROAD AGAIN.
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Um nicht mehr all zu viel Zeit zu verlieren wollten wir weiter über die Autobahn. Bis nach Empuria in Spanien waren es doch
einige Kilometer. Bei Nimes fanden wir
Anschluss und schon düsten wir weiter Richtung Montpellier – Narbonne –
Perpingan. Außer den Stopps zum Tanken wurde nicht mehr angehalten und wir
kamen gut voran. Doch dann irgendwann unterwegs fing es wieder an zu regnen.
Erst ein wenig, dann wurde es zuviel und wir mussten auf der nächste Raststätte
wieder in unsere Regenhaut schlüpfen, der Regen hat nun nicht mehr
aufgehört. Wir waren kurz vor Perpingan
als wir über einen Teil der Autobahn fuhren, wo vorher mal eine Baustelle
gewesen sein musste. Man konnte auf dem
Asphalt noch den alten gelben Klebestreifen sehen. Durch den Regen waren diese
Spuren speckglatt. Ohne Ahnung kreuzte
der Kalle, welcher vor mir fuhr, über
diese Spur. Was dann passierte , hielt
mir den Atem an. Mit einer Geschwindigkeit von ungefähr 100 km/h
fing das Heck von Kalles Maschine an heftig von links nach rechts zu
pendeln. Doch Kalle schaffte es, die
Maschine unter Kontrolle zu halten. Obwohl dies nur ein paar Schrecksekunden
gedauert hatte, war es Kalle bestimmt wie eine Ewigkeit vorgekommen. Man darf sich nicht vorstellen, was da hätte
passieren können. Mir geschah das Gleiche, als ich ebenso über diesen
Streifen fuhr. Ich war aber vorbereitet, fing die Maschine ab und blieb weiter
auf Kurs. Wir überquerten die franzosisch–spanische Grenze bei La Jonquera und
fuhren die letzten 40 Kilometer unserem
Ziel entgegen. Der Regen hatte die ganze
Zeit nicht nachgelassen. Endlich
erreichten wir Empuria, das unter einer dunklen grauen Wolkendecke lag. Beim
Einfahren in die Stadt mussten wir über 2 Kreisverkehre fahren. Irgendwie waren die Straßen rutschig und ich hatte ein ungutes Gefühl. Ohne
Probleme passierten wir den ersten Kreisverkehr. Dann kam der Zweite. Bertram und Kalle fuhren durch und ich
folgte, hinter mir kam dann der Achim. Mit fast nur Schrittgeschwindigkeit rollte ich in den Kreisel. Und dann passierte es, das Hinterrad rutschte durch und das Heck der Maschine brach nach rechts
aus. Ich versuchte noch, die Maschine zu
kontrollieren, aber es war nicht mehr möglich. Die Royal Star machte auf der stelle eine 180°-Wende und kippte dann um. Das Resultat war, ich machte einen Abflug und
landete verdutzt auf meinem Bauch. Mein Glück im Unglück war, dass es in diesem
Moment keinen Verkehr auf dem Kreisel gab. Achim kam mir schnell zu Hilfe und
wir stellten die Maschine wieder aufrecht. Ich selbst hatte nichts – dachte ich – auch meine Kleidung und
Handschuhe waren nicht kaputt, obwohl ich auf meinem Bauch gerutscht war. Achim und ich stellten aber fest, dass die
Stelle, an welcher es passiert ist, spiegelglatt war. Keine Ahnung was da unter
dem Regenwasser auf der Straße verschmiert war. Bertram und Kalle hatten Glück
gehabt und die Beiden hatten von dem
Ganzen nichts mitbekommen. Leicht unter
Schock fuhr ich mit Achim die restlichen 500 Meter zu unserer Bleibe. Der Lenker war fast komplett runter gedrückt
und die Halterung der Vorderradbremse war verdreht, mit der Folge dass ich den
Hebel für die Vorderradbremse nicht betätigen könnte. Sonst hatte meine Kiste einen „ relativ“
leichten Schaden abbekommen. Als wir dann als Letzte ankamen, habe ich meine
Maschine erst einmal abgestellt und wir
setzten uns auf die überdeckte Terrasse, es war mittlerweile schon 20.00 Uhr
geworden. Wir mussten uns erst einmal
etwas von der langen Fahrt und dem kleinen Unglück erholen. Reparatur und Schadenbestands-Aufnahme
konnte bis zum nächsten Morgen
warten. Der Spanienurlaub fing ja gut
an. Hatten die Götter sich gegen uns
gekehrt?
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Das war der erste Teil der Reise - die Hinfahrt...und ich warne Euch, ich schreibe weiter ! Gruss vom Patrick, dem kölsche Belgier
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